Die Römerbrücke von Alcántara

25.5.2019

Heute ging es von Cáceres nach Ciudad Rodrigo (Karte bei Google Earth). Auf dem Weg nach Norden, immer entlang der Grenze zwischen Spanien und Portugal vorbei an den Weinanbaugebieten, besuchte

Römerbrücke Alcántara
Römerbrücke von Alcántara

ich die sich in einer beeindruckenden Landschaft befindenden Römerbrücke (Fotos bei flickr) von Alcántara (Wikipedia).

Gorgan – Die Sinterterrassen von Badab Soort

Als ich mich noch zu Hause mit Gorgan und der Umgebung beschäftigte und Informationen sammelte, stieß ich unter anderem auf die Terrassen von Badab Soort.

Zu erreichen über eine 4-5stündige Anfahrt, zunächst entlang des Kaspischen Meeres und dann auf der Höhe von Sari, rein ins Gebirge. Die Route versprach spannend zu werden. Die Küstenebene ist sehr stark von Landwirtschaft geprägt, viel Grün, Wasser, Menschen auf den Feldern und relativ dicht besiedelt. Je weiter man ins Gebirge vordringt, desto stärker verändert sich das Bild; zunächst noch in den Tälern entlang der Flüsse, die aus dem Gebirge strömen, kleine Städte und Siedlungen. Je höher man kommt, desto karger und rauher wird die Landschaft. Die Straßen sind asphaltiert und ziemlich gut ausgebaut. Extrem kurvenreich.

Ohne Titel
Auf der Fahrt ins Gebirge
Ohne Titel
Auf der Fahrt ins Gebirge
Ohne Titel
Auf der Fahrt ins Gebirge

Nach endloser Kurverei – mein Fahrer hatte ein ziemlich nervtötende Art zu fahren: immer Vollgas, bei hohen Drehzahlen, rasantes runterbremsen, beschleunigen, bremsen, sportlich, männlich eben – gelangten wir schließlich im Zielgebiet an.

Teheran -Saadabad-Palastanlage

Flyer der Saadabad Palast-Anlage

Link zu meinen Fotos bei flickr

Teheran - Saadabad Palast-Anlage

Die Saadabad-Palastanlage (Wikipedia) befindet sich im Norden Teherans am Fuße der Berge von denen eine angenehme, frische Luft herabweht und wo kühles Bergwasser an vielen Stellen in kleinen Kanälen durch einen wunderbar grünen Park geleitet wird. Schöne Springbrunnen und Wasserbeckenanlagen tragen das ihre zu einem angenehmen, erfrischenden Aufenthalt bei. Die gesamte Anlage erstreckt sich über ein riesiges Hang-Areal.

Hierher zogen sich die letzten Schahs während der heißen Sommermonate zurück. Innerhalb der riesigen Parkanlage befinden sich diverse Paläste und Museen. Die meisten kann man besichtigen. Beim Eingang kauft man das entsprechende Ticket für die Museen, bzw. Paläste, die man besuchen möchte.

Green Palace Museum
Fassadendetail am Grünen Palast

Besonders besuchenswert ist der sogenannte „Green Palace“, der grüne Palast. Seinen Namen hat er vermutlich durch die leicht grünlich schimmernde Fassadenverkleidung. Dieser Palast befindet sich im oberen Teil der Hanganlage und bietet neben wunderschönen Details im Inneren wie auch an der Fassade großartige Blicke rauf zu den schneebedeckten Bergen und runter auf die Stadt Teheran. Ausgerechnet für diesen Palast hatte ich mir kein Ticket gekauft….Allerdings ließ mich die Leiterin des Wachpersonals kostenlos eintreten und führte mich persönlich erklärend durch die Räumlichkeiten, strahlte und blühte förmlich auf als sie von mir hörte, dass ich aus Deutschland komme. Wieder eines der zahlreichen Beispiele für die außerordentlich beeindruckende, großartige Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die ich so oft im Iran erlebte!!

Green Palace Museum
Der Grüne Palast
Green Palace Museum
Der Grüne Palast

Besonders fasziniert hat mich das Museum der Brüder Omidvar.

Details zu den Reisen der beiden Brüder findet ihr hier. Wen es interessiert, hier gleich noch ein Link zu einem Video.Gebrüder Omidvar-Museum

In den 1950iger und 1960iger Jahren zogen diese beiden Brüder mit Motorrädern und einer Kastenente um die Welt.Gebrüder Omidvar-Museum

Gebrüder Omidvar-Museum
Kastenente und Motorrad der Brüder Omidvar

Das Wassermuseum auf dem Palastgelände bietet interessante Informationen zum Thema Wasser. Iran besteht zu einem großen Teil aus Wüsten, in denen Leben nur mit einem ausgeklügelten Wasserversorgungssystem überhaupt möglich ist. Zur Geschichte und zu einzelnen Wassersystemen (wie z.B. Qanat (Wikipedia) findet man hier viele Informationen.

Yazd – Türme des Schweigens

Türme des Schweigens
Türme des Schweigens

Am südlichen Stadtrand von Yazd befinden sich die „Türme des Schweigens“. Wikipedia

Türme des Schweigens
Grabturm

Auf diesen Türmen, oder besser im offenen, ummauerten Innenteil der Türme, wurden bis ca. 1970 die Verstorbenen abgelegt und von den Vögeln verzehrt und bis auf die Knochen abgenagt (vgl. auch die Grabtürme von Sillustani, Südamerika). Die übrig gebliebenen Knochen wurden anschließend in den Gruben in der Mitte der Turmplattformen gesammelt (im Foto oben ist eine Grube gut zu erkennen).

Türme des Schweigens
360 Grad Foto eines Grabturms – bitte klicken

„Früher war es bei den Zoroastriern üblich, Leichname zur Luft- bzw. Himmelsbestattung in sogenannte Dakhmahs zu legen. In diesen runden, oben offenen „Türmen des Schweigens“ können Fleisch und Weichteile der Verstorbenen von Vögeln, nicht aber von Landtieren gefressen werden. Seit 1970 ist diese Art der Bestattung im Iran aus Gründen der Hygiene verboten. Heute werden Zoroastrier in Betongräbern beerdigt.[4] In Indien werden die traditionellen Bestattungen heute noch praktiziert, so zum Beispiel in Mumbai. Dort werden die Körper der Verstorbenen auf hohe Türme gelegt, und dienen den Raubvögeln als Nahrung. Die sieben „Türme des Schweigens“ umgeben die hängenden Gärten auf dem Malabar-Hill, mitten in der Stadt. So kommt es immer wieder zu Beschwerden und Diskussionen, da Teile der Leichen von Raubvögeln fallen gelassen werden“. (zitiert nach: Wikipedia)

Am Ende dieses Ausflugstages, nach meinem Besuch in Kharanaq, Chak Chak und Meybod, wollte ich unbedingt noch diese Grabtürme besichtigen. Auch hier hat sich die Anstrengung gelohnt. Am Fuße der Grabtürme befindet sich beim Eingangsbereich ein Parkplatz, eine Toilettenanlage mit frischem, kühlem Wasser und der moderne Friedhof der Zoroastrer. Dies soll der größte zoroastrische Friedhof der Welt sein.

Insgesamt befinden sich hier zwei Hügel, auf denen die Grabtürme errichtet wurden.

Von dort aus muss man zunächst ungeschützt, der Sonne ausgesetzt, eine längere freie Fläche durchqueren, bis man zum Fuß einer steilen Treppenanlage gelangt, die dann nach oben auf die Spitze eines Grabturms führt.

Bevor man in das Innere des Grabturms gelangt, bietet eine kleine Mauer etwas Schatten und man spürt sofort die kühlende Wirkung des hier fast immer herrschenden Windes (zu diesem Effekt siehe auch meine Informationen zu Badgir, Windturm, im Beitrag über Qeshm-Island).

Türme des Schweigens

Wasserspeicher mit zwei Windtürmen

Am Ausgang, bzw. Eingang des Geländes befindet sich ein Wasserspeicher, der von zwei Windtürmen flankiert wird.

Den heutigen Tagesausflug habe ich mit Hereza verbracht, einem sehr freundlichen und gut Englisch sprechenden jungen Mann, der zwar offiziell Wirtschaft studiert, der aber seine Zukunft mangels Jobangeboten eher im Hotelbereich sieht und jetzt dort bereits arbeitet. Für die Tagestour habe ich 40 Dollar bezahlt.

Meybod – Lehmziegelzitadelle, Karawanserei, Taubenturm

Fotos

Meybod liegt ca. 60 Kilometer nördlich von Yazd.

Im wesentlichen ist Meybod interessant wegen einer alten Lehmziegelfestung, einer sehr schönen Karawanserei und wegen eines Taubenturms.

Die Stadt wird überragt durch eine von außen sehr imposante Lehmziegelzitadelle. So beeindruckend von außen die Zitadelle auch ist, der Innenbereich ist leider sehr verfallen. Dennoch lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Lehmziegelzitadelle
Meybod – Lehmziegelzitadelle

Vom Turm der Zitadelle bietet sich ein fantastischer Rundblick über Meybod.

Blick von der Lehmziegelzitadelle auf Meybod
360 Grad Rundblick über Meybod

Nicht weit entfernt befindet sich eine hervorragend wiederhergestellte Karawanserei, in der man heute vor allem verschiedene Kunsthandwerke sehen kann. Daneben gibt es noch ein interessantes Teppich-Museum. Hier kann man vor allem die nur in Meybod hergestellten „Zilu-Baumwollteppiche“ bewundern. Diese Teppiche haben die Besonderheit, dass man sie beidseitig verwenden kann; ganz im Gegensatz zu den sonstigen Perserteppichen.

Karawanserei
Zilu-Teppich
Karawanserei
Innenhof der Karawanserei Meybod

Am Eingang der Karawanserei befindet sich eine alte Zisterne, in deren Untergrund man einen immer noch funktionierenden Qanat (Wasserzulauf) Karawansereibewundern kann. Im Innenhof (auf dem Bild oben gut zu sehen) kann man zu glasklarem Wasser hinabsteigen.

Karawanserei
Brunnen im Innenhof der Karawanserei Meybod

Fast gegenüber kann man einen gut restaurierten Taubenturm besuchen.

Taubenturm
Taubenturm in Meybod

In diesen Türmen nisteten Tausende von Tauben, deren Kot (Guano) als Dünger verwendet wurde. Inzwischen hat Kunstdünger den Einsatz von Tauben abgelöst. Der Turm läßt sich begehen, so daß man eine Vorstellung der Funktionsweise bekommen kann.

Taubenturm

Taubenturm
Das Innere des Taubenturms von Meybod

Von der Spitze des Taubenturms genießt man einen sehr guten Ausblick auf Meybod.

Taubenturm in Meybod
Ausblick vom Taubenturm