…schon wieder Unwetter!

Wir haben uns sicherheitshalber schon mal Kerzen zugelegt.

Seither ist der Strom natürlich nicht mehr ausgefallen. Magisch!!!

Die Piste im Flussbett ist überschwemmt
Die Piste im Flussbett ist überschwemmt

Rio PanceIMG_4049IMG_4050Rio PanceRio PanceIMG_4053Link zu unserer Fotosammlung

…auf der Suche

Wir werden umziehen. Derzeit leben wir – wie bereits in einem Artikel beschrieben – in einem von ziemlich reichen Familien bewohnten und extrem gut bewachten Condominio. Letzteres ist in Cali die Bezeichnung für in sich abgeschlossene, umzäunte Wohnblocks oder auch Einfamilienhaus-, bzw. Reihenhaussiedlungen.
In unserem Condominio gibt es insgesamt 24 Einfamilienhäuser. Tag und Nacht patrouillieren sowohl innerhalb wie außerhalb der Siedlung mit Schrotflinten und Revolvern bewaffnete Sicherheitskräfte.
Das bietet den Vorteil, dass wir Fenster und Türen immer geöffnet lassen können und uns absolut keine Sorgen um unsere Sicherheit machen müssen. Allerdings ist es doch auch etwas eigenartig derart in einem „Käfig“ zu leben.
Unsere Nachbarn sind ausgesprochen freundlich, extrem reich (es kommt hier schon mal vor, dass 2 Porsche Cayenne, ein Toyota Landcruiser und dann noch ein oder zwei kleinere Fahrzeuge vor dem Haus stehen) und laut. An Wochenenden – und nicht nur dann – ist es nicht unüblich, dass irgendwelche Bässe durch die Gegend wummern. Habe ich schon verraten, dass ich ein Musikfeind, vor allem ein Feind von Salzamusik bin?
Musikanlagen, die sich nicht bei Erreichung einer bestimmten Dezibelzahl in Rauch auflösen, sind die schrecklichste Erfindung der Neuzeit…..
Ganz grundsätzlich scheint die Lärmempfindung hier eine gänzlich andere zu sein, als z.B. In einer Appartement-Wohnanlage.
Nach unserer Ankunft in Kolumbien verbrachten wir die ersten zwei Wochen in einer ganz „normalen“ Wohnanlage, ebenfalls eingezäunt natürlich, ohne geht es nicht, aber eben in einer Umgebung wo viele Familien, Arbeitnehmer wohnen. Anfangs hatten wir bzgl. des Lärms große Bedenken, weil – wo viele Menschen beieinander leben……
Aber, geradezu ruhig und vor allem im Vergleich zu unserer jetzigen Wohnsituation von gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme geprägt.
Wenn immer möglich habe ich in den letzten Wochen verschiedene Wohngegenden mit dem Auto abgeklappert und versucht, mir einen Eindruck zu verschaffen. Es gibt ein recht großes Angebot an Häusern und Wohnungen. Eine kleine Auswahl seht ihr unten.
Vermutlich haben wir unser neues Haus bereits gefunden. Dazu hier demnächst mehr…..
Wir sind gespannt auf die neuen Erfahrungen, möglicherweise besser, oder auch nicht, auf jeden Fall anders.
Wir haben jetzt jedenfalls erst einmal gekündigt, drei Monate vor Ablauf unseres Mietvertrags.

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Unwetter in Cali

Seit einigen Tagen schon regnet es fast  jede Nacht, meist sehr heftig. Vorgestern erlebten wir ein richtiges Unwetter.

Fast zwei Stunden lang stürmte und regnete es extrem heftig. In unserem Condominio fiel zuerst der Strom komplett aus, dann funktionierte auch die Wasserversorgung nicht mehr. In unserem Haus regnete es mal wieder an einigen Stellen durch das Dach herein und in die Küche samt Nebenraum wurde durch den Sturm neben Laub, etc. auch Regenwasser hineingedrückt.

Aber schaut selbst:

Video

Bekanntes Passwort benutzen

Mit Sicherheit würde auch in Deutschland kein Abwasserkanal mit diesen riesigen, plötzlich anfallenden Wassermassen fertig werden.

Das Gewitter war wirklich Furcht einflößend. Dicht über unserem Haus tobte ein unglaublicher Krach, Blitz und Donner. Nicht weit von unserem Haus entfernt schlug der Blitz in unserem Condominio ein, allerdings ohne großen Schaden anzurichten. Ach ja, Blitzableiter sind hier unbekannt, trotz der zahlreichen und meist heftigen Gewitter während der Regenzeit.

Bruno verbrachte das Unwetter unter dem Tisch im Freien, Oskar verschlief es schnarchend. Der Hund hat Nerven….!

…zurück aus Cartagena – Nachwehen

Obstverkäuferin
Obstverkäuferin
Blick auf Bocagrande
Blick auf Bocagrande
"Schäfchenbetreuer"
„Schäfchenbetreuer“
Kathedrale
Kathedrale
Viertel Getsemani
Viertel Getsemani
Plaza
Plaza
Frisch gepresster Limonensaft
Frisch gepresster Limonensaft
Viertel Getsemani
Viertel Getsemani

IMG_3881 Schuhputzer

Altstadtgasse
Altstadtgasse

Cartagena ist eine wirklich sehenswerte Stadt, die ihr koloniales Erbe recht gut bewahrt hat. Aus Cali kommend ist uns natürlich zuallererst vor allem das hohe Maß an Sicherheit aufgefallen.

Im Gegensatz zu Cali sieht man (fast) keine mit schweren Schrotflinten o.ä. bewaffnete Sicherheitskräfte vor Restaurants, in Einkaufszentren oder auf der Straße. Das ist wohltuend. Auch die Häuser sind nicht wie in Cali extrem gesichert durch elektrische Zäune, Stacheldraht und Mauern. Eine beinahe freie und entspannte Stadt. Natürlich gibt es Trick- und Taschendiebe, aber das ist eher dem Niedlichkeitsbereich zuzuordnen. Auch kann man relativ sorglos jedes beliebige Taxi auf der Straße stoppen und mitfahren. Relativ sorglos – Vorsicht und Grundskepsis sollte man allerdings auch hier nicht außen vor lassen. Wir sind aus einem Taxi ausgestiegen, weil uns der Fahrer etwas merkwürdig vorkam. Zu Recht oder Urecht – egal, das Gefühl ist entscheidend in so einem Fall.

Wir haben nicht einen Taxifahrer, Händler, Servicekraft etc. erlebt, die uns betrügen wollte! Ganz im Gegensatz zu Santiago de Chile. In aller Regel haben wir nur sehr freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt.

Das Klima ist allerdings absolut mörderisch! Extrem schwül und heiß, eine wirkliche Herausforderung! Im Prinzip nur am frühen Morgen oder am Abend einigermaßen entspannt zu ertragen. (Mittags sind nur Irre oder Touristen unterwegs – was so ziemlich das Gleiche ist).

Interessant ist das Leben auf den Plätzen und in den Straßen. Viel Kunst, Farbe, Essstände, Fruchtsaftstände, farbenfrohe Kleidung gibt es zu sehen. Für uns eine absolute Wohltat mal so richtig entspannt durch eine Altstadt zu schlendern, das sind wir aus Cali nicht gewohnt. Dort finden unsere Bummelgänge fast ausschließlich entweder in Shopping-Malls oder um unser Condominium herum statt.

Bei aller Freundlichkeit der Menschen, eines hat uns extrem genervt: Am Strand oder sobald man an einem öffentlichen Platz z.B. beim Kaffee oder Essen sitzt, wird man nahezu pausenlos angequatscht von irgendwelchen Straßenhändlern. Wenn sie auch nicht wirklich aufdringlich sind, so ist es doch extrem lästig, zumal man sich doch automatisch zu irgendeiner Reaktion veranlasst sieht. Und sei es auch nur das Kopfschütteln… Es ist einfach lästig, lästig!

Wir hatten mit unserem Flug- und Hotelpaket einen guten Deal gemacht. Ansonsten ist das mit kolumbianischen 5 Sternen geschmückte Hilton-Hotel nicht wirklich empfehlenswert. Wenn man so wie wir, lediglich den Komfort des Zimmers und vielleicht noch die Pool-Area nutzt, ansonsten dort keinen Peso fallen lässt, dann ist das ganz in Ordnung. Die Preise für Essen und Trinken sind schlichtweg unverschämt, das Personal, maulfaul, träge und unfreundlich, kurz gesagt das Geld nicht wert.

Außerdem ist es viel interessanter und abwechslungsreicher in der Stadt zu frühstücken und abends in einem Restaurant sitzend das Leben zu beobachten.

Apropos Essen: mitgebracht aus Cartagena haben wir ein kleines Andenken, das uns noch eine Woche danach intensiv beschäftigte – Durchfall. Vermutlich unser Fehler. Wir konnten einfach der Versuchung eines Ceviche-Stands nicht widerstehen. Zumindest vermute ich, dass dies die Ursache war. Es ist aber auch wirklich extrem verlockend, abends diesen wunderbar erfrischenden Fisch an irgendeinem Stand im Menschengetümmel sitzend und beobachtend zu essen! Dazu dann noch frisch ausgepresste Limonen mit Eis und Zucker…..

Ausflug nach Barranquilla

Gestern unternahmen wir einen Ausflug nach Barranquilla, an der Küste nördlich von Cartagena gelegen.
Wir besuchten dort eine Kollegin von Cora, die an der dortigen Deutschen Schule unterrichtet.

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So weit wir das sehen konnten ist Barranquilla eine gesichtslose Stadt, in der viel gebaut wird. Riesige Einkaufszentren und zahlreiche Hochhausanlagen prägen das Bild.
Nach einer kurzen Besichtigung der Schule – hochmodern und bestens ausgestattet – fuhren wir an den Strand nach Pradomar.
Abends ging es dann mit einem „Puerta a Puerta“ Service wieder zurück nach Cartagena. Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden. Bei diesem Service handelt es sich um eine Art Sammeltaxi, das dann abfährt wenn es voll besetzt ist. Da meldet man sich telefonisch an und wird dann vor der Haustür abgeholt. Kosten in unserem Fall je Person, einfache Fahrt 30.000 COP, ca. 13 €.

Drogenvilla 1

In unserer Nachbarschaft komme ich bei meinen Spaziergängen regelmäßig an zwei leerstehenden, riesigen Betonburgen vorbei. Obwohl leerstehend haben sie Bewohner gefunden.
Inzwischen habe ich herausgefunden, dass diese Villen zu Hochzeiten der Drogenherrschaft errichtet wurden. Die Barone wurden dann allerdings noch während der Bauphase verhaftet.

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Regenzeit….

Seit einigen Tagen regnet es nicht nur nachts heftig, der Regen hält auch für viele Stunden während des Tages an.
Die nächtlichen schweren Gewitter sind wirklich Furcht einflößend. Teilweise hat es den Anschein, als ob sich die Gewitter ganz dicht über unserem Hausdach entladen würden. Wir ziehen sämtliche Stromstecker im Haus…

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Zum Vergleich:

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21 March, 2013 06:42

Regenzeit!

So hört es sich vor unserer Haustür an!

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Heute Nacht gingen schwere Gewitterregen über Cali nieder. Der ansonsten niedliche Gebirgsbach Rio Pance ist zu einem reißenden Strom geworden.

Habe mich soeben selbst davon überzeugt, nachdem ich während der morgendlichen „Hunderunde“ ein dumpfes Grollen vom Fluß her vernahm. Hatte leider wegen des Starkregens mein Handy für Fotoaufnahmen nicht dabei.

Baumstämme, jede Menge Unrat und auch Teil eines Hausdaches konnte ich im Fluß treibend erkennen.

Sei einigen Tagen schon gehen hier in der Gegend schwere Regenfälle nieder, die bereits einige Siedlungen in Mitleidenschaft gezogen haben.

Übrigens:

Gestern stand in der Zeitung ein längerer Artikel über die Zustände in hiesigen Gefängnissen. Schaut euch mal dieses Bild an: