Temporada Taurina 2012

Gestern Abend wurde die Stierkampfsaison 2012 eröffnet. Beginn 19:00 Uhr. Wir hatten uns verabredet und nahmen ein Taxi, dessen Fahrer die zu erwartenden Staus geschickt unter Ausnutzung von Fußwegen und unter Einsatz eines heißen Reifens umging (Infos zum Stierkampf).

Cora - Armando - Albrecht
Cora – Armando – Albrecht

Vor der Plaza de Torros war die Hölle los – Menschenmengen, Musik aus allen Richtungen, offene Grills mit Wurst und Fleisch am Straßenrand, Verkaufsbuden und was sonst noch alles dazugehört. Die Polizei unübersehbar in großer Anzahl vertreten.

Beim Einlass in die Arena sorgfältige Personenkontrolle. Jeder Besucher wurde nach Waffen abgetastet. Nach dem Eingang wurden kleine Lampions mit Kerzen ausgegeben. Der Sinn erschloss sich uns schnell bei Beginn der Veranstaltung. Es wird hier bereits ab ca. 18:15 Uhr dunkel und als dann schließlich die Arena-Beleuchtung ausgeschaltet wurde und die Kerzen brannten war das wirklich ein sehr beeindruckendes Bild. Hinter dem Arenarund leuchteten die Häuser und Straßenzüge auf den Bergen der Umgebung.

Kerzen im Arenarund
Kerzen im Arenarund

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Zu Beginn der Veranstaltung – wie immer – unter Musikbegleitung festlicher Einzug aller Beteiligten. Kirchenvertreter mit irgendeiner Madonna vorneweg, Honoratioren, Festkomitee und Stierkämpfer samt Helfern.

Einzug der Beteiligten
Einzug der Beteiligten
Einzug der Beteiligten
Einzug der Beteiligten
Vorstellung der Stierzucht
Vorstellung der Stierzucht

Zu den Stierkämpfen selbst gibt es hier nicht viel zu sagen. Bei insgesamt 6 Stieren gab es 5 „Orejas“ (Ohren). Ein Kämpfer war ein Totalausfall, keine Dramaturgie und dann noch 3 Ansätze zum Todesstoß. Unter heftigen Missfallensäußerungen verließ dieser Torero recht schnell die Runde.

Ansonsten viel Machismo. Klassisches „Hut in den Ring werfen“, knackige Körpersprache, fast tänzerische Bewegungen, auf den Knien vor dem Stier herumrobben, den Stier tanzen lassen usw. Ein Reiter samt Pferd wurde von einem wütenden Stier umgeworfen – ein Moment Dramatik – und natürlich gab es immer einen Verlierer. Der Stier.

Die Stiere wiegen so ca. 450 – 490 kg, sind muskelbepackt und toben voller Energie durch die Runde. Mut gehört auf jeden Fall dazu sich solch einem Koloss in den Weg zu stellen.

468 kg
468 kg

Ach ja, die „Ohren“. Die gibt es immer dann – entweder 1 Ohr oder auch alle beide – wenn der Kämpfer eine wirklich gute, mutige, elegante Vorstellung gezeigt hat. Der Präsident der Veranstaltung richtet sich in aller Regel nach den Forderungen des Publikums, die auch recht lautstark erfolgen.

Das offizielle Veranstaltungsheft
Das offizielle Veranstaltungsheft
Die Stierkampfarena
Die Stierkampfarena

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