Fahrt von Ipiales zum Mittelpunkt der Welt und nach Quito

17.06.2013

Die kolumbianische Grenzstadt Ipiales ist nicht wirklich interessant. Ein kaltes und regnerisches Städtchen, wirklich nur zum Übernachten und schnell wieder weg geeignet.

Abends hatte ich noch Hunger und fuhr mit dem Taxi vom etwas abseits gelegenen Hotel in die Innenstadt, in der Erwartung dort noch irgendein Restaurant zu finden. Außer den üblichen Broilerbuden (Hähnchen vom Grill und Fritten) gab es dort nichts….

Als mir das Publikum auf der Plaza dann doch etwas komisch vorkam, bin ich schnell wieder ins Hotel zurück. Ich konnte beobachten wie die Polizei ziemlich rigoros gegen einige Gestalten vorging; Tütchen und sonstiges Zeug wurden schnell in die Grünanlagen geworfen.

Die Grenzabfertigung am nächsten Morgen war wider Erwarten wenig aufregend. Wenn ich mal vom Schlangestehen und Hin- und Herlaufen zwischen Zoll, Immigration und wieder Zoll absehe. Um in Südamerika mit dem eigenen KFZ herumreisen zu können ist ein spezielles Papier notwendig, das von den jeweiligen Automobilclubs ausgestellt wird. Es dient vor allem dem Eigentumsnachweis. Die größte Sorge der Länder besteht wohl offensichtlich darin, dass ein Fahrzeug illegal eingeführt wird. Ein ziemlich aufwendiger und mit Kosten verbundener Prozess dieses Papier zu erhalten. Warenverkehr über die Grenze wird so natürlich erschwert. Diese Papiere haben auch nur eine begrenzte Laufzeit und müssen dann immer wieder kostenpflichtig erneuert werden.

Direkt hinter der Grenze befindet man sich in einem spürbar (in meinem Fall vor allem erfahrbar) anderen Land. Die Straßen sind hervorragend ausgebaut, kein Müll links und rechts der Straßen, kleine gepflegte Ortschaften, keine bewaffneten Sicherheitskräfte allgegenwärtig wie in Kolumbien; auch ist die Bereitschaft sich an Verkehrsregeln zu halten deutlich ausgeprägter.

Von Tulcán (Grenzort auf der ecuadorianischen Seite) nach Quito sind es ca. 250 km. Also im Prinzip recht schnell zurückgelegt.

Unterwegs unternahm ich einen kleinen Abstecher zum Lago Cuicocha (Meerschweinchensee). Cui oder auch Cui Cui, Meerschweinchen sind eine sehr beliebte Speise. Wenn man so ein Meerschweinchen auf dem Teller liegen sieht, kommt allerdings sehr schnell der Gedanke auf, ob es sich hierbei nicht auch um eine Ratte handeln könnte.

 

La Mitad del Mundo – Der Mittelpunkt der Welt

Am nordwestlichen Stadtrand von Quito gibt es den Mittelpunkt der Welt (Äquatormonument) zu besichtigen.

 

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