Lima

27.6.-30.6.2013

Fotos bei Flickr

In Lima angekommen musste ich erst einmal 2 Tage lang das Bett hüten. Der Tag der Fahrt von Chavin de Huantar nach Lima war offensichtlich doch etwas anstrengend.

Gleich morgens bei Eröffnung besichtigte ich ausführlich die Ruinen, anschließend besuchte ich das Thermalbad und hielt mich dort wohl etwas zu lang in dem heißen Wasserbecken auf. Ich habe die Belastung durch das heiße Thermalwasser etwas unterschätzt.

Dann ging es auf die wirklich beeindruckende Rückfahrt über die Cordillera Blanca hinab ins Santa-Tal und wieder hinauf über die Cordillera Negra um dann schließlich unten an der Pazifikküste anzukommen. Dort überraschte mich dann der Nebel und es wurde unangenehm kalt im Auto.

Vor der Abfahrt in Cali habe ich auch versucht, die Heizungsanlage in Gang setzen zu lassen. Wegen der Hitze in Cali kommt hier vor allem die kühlende Klimaanlage zum Einsatz. Eine Heizung benötigt man hier wirklich nie! Die Spezialisten in der hiesigen Toyota-Werkstatt sind zwar sehr einfallsreich, allerdings konnten sie für die Heizung nur eine manuelle Lösung anbieten. Sie vollständig in Gang zu setzen hat die Fachleute einfach überfordert.

Manuelle Lösung heißt: Anhalten, aussteigen, Motorraumklappe öffnen und einen Seilzug manuell betätigen. Im Ergebnis ist es entweder richtig heiß oder eben kalt. Eine Dosierung der Heizluft ist nicht wirklich möglich.

Gegen Ende des Tages war ich schon leicht ermüdet und wollte einfach nur noch in Lima ankommen – und das möglichst noch vor Einbruch der Dunkelheit. In den Moloch Lima bei Dunkelheit reinzufahren ist schon auf Grund der Sicherheitslage nicht wirklich empfehlenswert. Einmal falsch abgebogen und im falschen Viertel gelandet, kann ziemlich böse ausgehen. Jedenfalls war ich müde, wollte schnell ankommen und habe das Anhalten so lange rausgezögert, bis ich im Hotel in Lima angekommen war. Mit dem Ergebnis, dass es ziemlich kalt im Auto war und ich fror. Zwei Tage leichtes Fieber und die Sache war erledigt…..

Als Cora aus Cali kommend mit dem Flieger eintraf war ich wieder fit und wir konnten gemeinsam die Stadt erkunden. Ich hatte ein Hotel in einem der besseren Stadtviertel gebucht. „Miraflores“ – der Name ist Programm. Direkt an der Steilküste gelegen, mit sehr schönen Promenaden, herrlichen Ausblicken auf den Pazifik, netten kleinen Restaurants und vielen Grünflächen und Parkanlagen mit Blumen.

Aus Cali sind wir ja in Bezug auf die Sicherheitslage so einiges gewöhnt. Auffallend in Lima war – zumindest in den Stadtteilen, in denen wir uns bewegten – dass wir so gut wie keine bewaffneten Kräfte sahen, keine mit Elektrozäunen schwer abgesicherten Wohnanlagen, wenig Polizei. Hier in Cali, steht vor jedem Geschäft, an jeder Kreuzung und vor jeder gut abgesicherten Wohnanlage irgendein Sicherheitsmensch mit einer riesigen Wumme herum. Diese kurzläufigen Schrotflinten und Trommelrevolver sind beeindruckend, das sollen sie wohl auch sein.

In dieser Hinsicht war es richtig entspannt in Lima, wenn man mal von den üblichen Vorsichtsmassnahmen, die in Südamerika so ziemlich überall notwendig sind, absieht.

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