Heute im Eingangsbereich eines Baumarkts gesehen:
Weihnachtsmann
Autor: Mit dem Motorrad in Südamerika
Feier zum Tag der Deutschen Einheit
Am 7. Oktober fand in der Aula des Colegio Aleman eine kleine Feier zum Tag der Deutschen Einheit statt. Aus diesem Anlass hatte eine Schülergruppe ein sehr bewegendes Theaterstück inszeniert.
Einige Fotos seht ihr hier:
Demnächst folgt hier noch ein kleines Video der Aufführung.
Hier gibt es einige Fotos zu sehen, die ich während des Mauerfalls in Berlin aufgenommen habe.
Weihnachten…
Autoreifen Breit und schmal
Nachlese zum Autokauf
Inzwischen haben wir unsere kolumbianischen Personalausweise und Führerscheine erhalten. Jetzt können wir auch eingetragene Eigentümer unseres Autos werden. Bislang hatten wir uns eines juristischen Kniffs bedient, der es uns ermöglichte Eigentümer zu sein, obwohl die Fahrzeugpapiere auf einen anderen Besitzer ausgestellt sind.
In diesem Zusammenhang will ich noch kurz unsere Reifenstory schildern.
Vorweg: hier geht alles nicht so schnell und reibungslos, wie wir das von zu Hause aus gewöhnt sind.
Als wir das Fahrzeug das erste Mal besichtigten und zur Probe fuhren, waren nahezu neuwertige Reifen mit wirklich gutem Profil aufgezogen. Bei einem Geländewagen, der auch entsprechend eingesetzt werden soll, ist das durchaus wichtig.
Nach längerem Hin- und Her hatten wir uns schließlich auf einen Preis, die Geschäftsabwicklung und (ganz wichtig) die Zahlungsmodalitäten geeinigt. Wir hatten vereinbart, die Zahlung in mehreren Tranchen durchzuführen. Ich hatte ja bereits unsere Schwierigkeiten bei der Geldbeschaffung in einem früheren Artikel geschildert. Im Falle dieser größeren Summe wollte ich die Geldautomaten nicht zum „Glühen“ bringen und uns auch nicht über Gebühr dem Risiko aussetzen, mit viel Geld in der Tasche durch die Gegend zu laufen.
Wie sich in diesem Fall zeigte, hatte die Zahlungssplittung noch weitere Vorzüge.
Wundersamerweise hatten die Reifen bei Übergabe des Fahrzeugs plötzlich ein Profil „columbiano“; soll heißen ziemlich blank….
Ist nicht unüblich hier. Sogar eher die Regel.
Glücklicherweise hatten wir u.a. auch die Räder und Reifen bei der Erstbesichtigung genauestens fotografiert. Nach ganz großem Kino und Palaver war schließlich klar: so geht das nicht.
Neue Reifen kommen drauf. Die „neuen“ Reifen waren runderneuert ziemlich neu…
Am 3. Tag nach der Montage verlor ein Reifen Luft und bei einem weiteren löste sich das Profil an einigen Stellen….
Also nochmal Reifentausch.
Am 3. Tag…….
Nun wurde es mir doch zu viel. Wir konnten „leider“ nicht mehr bezahlen. Dieses mal ganz großes Kino von meiner Seite.
Inzwischen fahren wir mit Neuneu-Reifen hinten (gute chinesische Erstausstattung) und Neu-Runderneuertneu (gute kolumbianische Erstausstattung) vorne.
Fast hat es Spaß gemacht, lernte ich doch so diverse Reifenmonteure kennen, kam in noch nicht gesehene Stadtteile und konnte mich ein wenig in hiesigem Geschäftsgebaren einüben.
Wenn nur nicht diese leidige Rumfahrerei gewesen wäre. Auf den Stadtverkehr und vor allem die Abgase (hier fahren unendlich viele 2-Takt Mopeds durch die Gegend) kann ich verzichten.
Apropos Abgase: in der vierten Woche hier in Cali und nach der vielen Fahrerei s.o. hatte ich heftige Halsschmerzen und Husten.
Carnet de Identification
Cora meint: Siehst aus wie ein Seifenverkäufer….
Robert-Havemann-Gesellschaft
Zum Tag der Deutschen Einheit sind an der Schule Info-Tafeln mit Materialien der
Robert-Havemann-Gesellschaft aufgestellt, mit Lebensläufen junger Menschen, die während der DDR-Zeit verfolgt, eingekerkert oder auch getötet wurden.
Übrigens:
Der Tag der Deutschen Einheit wird hier auf Einladung des Konsuls am 7. Oktober begangen. Die Teilnahme kostet 19.500 COP, das sind ca. 9,00€. Für kolumbianische Ortslehrkräfte ist das relativ viel Geld…..
Erdbeben – 7,1 Stärke nach der Richter-Skala
Gestern am Sonntag um 11:31 h ereignete sich hier – mit Cali nahe dem Epizentrum – ein schweres Erdbeben. Das Zentrum lag offensichtlich in 166 km Tiefe beim Municipio Caucano de La Vega. Das Beben dauerte ca. 2 1/2 Minuten.
Nach bisherigen Meldungen gab es weder Tote noch Verletzte. In Cali wurden einige Häuser beschädigt. In einer Klinik brach offenbar Panik aus, als die Patienten evakuiert wurden.
Erdbeben sind in dieser Region nicht ungewöhnlich. Die Anden bilden den Ostteil des Pazifischen Feuerrings, hier befinden sich zahlreiche aktive Vulkane und es kommt mehr oder weniger regelmäßig zu Erdstößen oder auch heftigen Erdbeben. Seit Wochen bereits wird – nach dem schweren Erdbeben in Mittelamerika – auch hier mit Erdstößen gerechnet.
Liste von Vulkanen in Kolumbien
Auch in Deutschland gibt es hin und wieder (kleinere) Erdbeben. Läuft da nicht gerade eine Diskussion bzgl. der Erdbebensicherheit von Atomkrafwerken?
Wie haben wir das Erdbeben wahrgenommen?
Ich lag gemütlich in der Hängematte (ja, wirklich!), hatte den Kindle in der Hand und las gerade aus den Flashman-Manuskripten „Flashman im Krimkrieg„. Mir gefällt es. Ganz besonders empfehlen kann ich „Flashman in Afghanistan“.
Plötzlich fing die Hängematte an zu schwanken. Immer heftiger. Erst dachte ich: da spielt mir Cora einen Streich. Das Schwanken hörte nicht auf und da war keine Cora. Raus aus der Matte. Und in dem Moment wurde es mir auch klar: Erdbeben.
Cora kam aus dem Haus gerannt und dann standen wir im Garten und warteten ab. Das war´s dann auch. Die Hunde waren verpennt wie immer im Haus geblieben, keine Reaktion, in der Nachbarschaft ertönte keine Alarmanlage; dabei springen die ansonsten bei jeder Kleinigkeit an. Die Gläser und Teller in der Küche hatten heftig vibriert, jedoch ist nichts zu Bruch gegangen. Auch am Haus kein erkennbarer Schaden.
Mal sehen, was noch so kommt….
Hier ein Video zum Erdbeben in Cali.
Hier ein Link zu einigen Pressefotos.
Kermesse – Schulfest
Am Sonntag veranstalteten die (Privat-)Schulen die jährliche Kermesse. Was das ist? Bei Wikipedia habe ich dies gefunden. Beim Colegio Aleman ist die Elternvertretung (Asofamilia) für die Organisation dieser Veranstaltung zuständig. Anders als in Deutschland, wo die Klassen Stände organisieren, Spiele vorführen, etc. wurde hier die komplette Veranstaltung extern vergeben.
Das heisst vom Audi-Autohändler über Hüpfburgen, Kunstgewerbestände bis zu den obligatorischen Essständen war so ziemlich alles vertreten, was man bei so einer Veranstaltung erwarten kann; nur eben leider keine Aktivität von Seiten der Schüler.
Ach ja: und laut war es außerdem.
Salsa ist ja ganz schön, aber wenn der Schalldruck die Gläser vom Tisch fegt.:(
Zum Thema Fleisch, bzw. Parillada muss ich noch einen gesonderten Artikel verfassen…
Panoramafoto der Hüpfburgen auf dem Sportplatz
Die BoyScouts der Schule
Gefülltes Schwein – für ein Ferkel zu groß
Ausflug an die Pazifikküste – Wale gucken
Am letzten Wochenende unternahmen wir gemeinsam mit KollegInnen des Colegio Aleman einen Ausflug an die Pazifikküste in die Nähe der Hafenstadt Buenaventura. (Zahlreiche Fotos, unbearbeitet, unkommentiert hier)
Frühmorgens (5:30h) ging es in einem Kleinbus über die Westanden auf einer stellenweise recht kurvenreichen Straße hinunter zur Pazifikküste, ca. 3,5 h Fahrt. Die Straße ist durchgehend asphaltiert und in einem recht guten Zustand, gelegentlicher Steinschlag und hin und wieder ein kleinerer Erdrutsch sind normal. Aktuell wird die Straße von Buenaventura ausgehend mit zahlreichen Tunneln und Brücken für eine schnellere Verkehrsverbindung ausgebaut.
Buenaventura ist der einzige größere Hafen an der Pazifikküste Kolumbiens und die hier angelandeten Container und sonstigen Frachtgüter müssen natürlich möglichst schnell über die Berge ins Valle del Cauca abtransportiert werden.
Von Buenaventura fuhren wir dann mit einem Speedboat (2 x 200 PS Außenborder, ca. 30 Personen an Bord) nach Ladrilleros.
In abenteuerlicher Geschwindigkeit (und nach meiner Einschätzung auch ziemlich leichtsinnig; Treibholz und Baumstämme sichteten wir zahlreich) ging es entlang der Küste zum Dorf Ladrilleros. Die Bandscheiben und sonstige aufprallabfedernde Körperteile wurden ziemlich gefordert…
Jedenfalls waren wir allesamt recht froh, als wir ohne Schaden in Ladrilleros ankamen.
Ankunft am Landesteg
Mülltrennung oder der verzweifelte Versuch hierzu
Nach kurzem Fußweg durch das Dorf ging es schließlich in einem Geländewagen zur Unterkunft. Auf dem Weg dorthin passierten wir ein Flugfeld mit Hubschraubern und Kleinflugzeugen. Das Militär fliegt auch von hier aus Kontrollen über das angrenzende Seegebiet (vgl. den o.g. Artikel im Spiegel).



Im Hotel erwartete uns ein schöner Pool, den wir sofort nutzten. Nach kurzem Entspannungsbad Mittagessen und rauf auf das nächste Speedboot und raus auf See zum Wale gucken.


Tatsächlich hatten wir Glück. Zwei Wale – offensichtlich ein Muttertier und ein Jungtier – zeigten sich, bliesen wie bestellt in die Luft, tauchten auf und unter, zeigten die Fluken und ließen sich fotografieren. Beeindruckend!! Vor der Abfahrt gab es von interessante Einführung über die hier zu sehenden Wale von einem Mitarbeiter des Nationalparks.
In der Nähe patrouillierte ein Militärboot (3 x 350 PS!!!) und passte offensichtlich auf, dass die insgesamt zwei Touri-Boote den Walen nicht zu Nahe kamen.



Nach dem „Wale gucken“ mussten wir natürlich unbedingt im Pazifik schwimmen. Herrliches Wasser, schöne Brandung und ein fantastischer Sonnenuntergang waren der gelungene Abschluss dieses Nachmittags.




Am Strand entdeckten wir einen Mobile-Shop. 
Am Pazifikstrand
















