Autor: Mit dem Motorrad in Südamerika
Centro Comercial Cosmocentro
Gestern Abend unternahmen wir einen Ausflug in die Shopping-Mall COSMOCENTRO weiter nördlich in der Stadt an der „Quinta“ der Calle 5 gelegen.
Am Samstag Abend alles übervoll mit Menschen. Die Anfahrt durch heftigen Verkehr dauerte knapp 45 Minuten.
Im Cosmocentro ist eher die Mittelschicht zu finden. Absoluter Trubel und ein Riesenangebot in einem Riesensupermarkt. Vom Dach der Mall bietet sich ein schöner Ausblick auf die erleuchteten Hänge in der Umgebung der Stadt und auf den unten tosenden Verkehr.

Die Taxis sind zahlreich, gelb und fahren wie die Teufel
Im Foodcourt gönnten wir uns ganz ausgezeichneten Fisch (Cora) und eine Parillada (Albrecht).

Wenn das Essen zum Abholen bereitsteht, dann blinkt und brummt es
Automythen

Inzwischen sind wir Eigentümer eines Toyota Prado Sumo 4×4 mit 2,7 Liter Hubraum geworden. Wir haben uns für ein Allrad-KFZ entschieden, da wir Kolumbien bereisen wollen und die Straßenverhältnisse ein robustes Fahrzeug erfordern.
Gebrauchte KFZ – Allrad zumal – sind hier recht gesucht und entsprechend teuer. Der Wagen ist Baujahr 2005 und hat ca. 110.000 KM gefahren. Guter bis sehr guter Allgemeinzustand, Klimaanlage, Ledersitze, 2700 ccm, 4 Zylinder, keine sichtbare Korrosion. Preis: 32.500.000 COP gleich ca. 14.200 €.
Die erste Tankfüllung ergab 14,2 ltr./100 km Verbrauch, Benzin. Die zweite knappe 16 ltr. Hier wird übrigens nicht mit Litern je 100 km gerechnet, sondern km pro Gallone.
Ja, ziemlich viel, wir hätten gerne ein Diesel-KFZ gekauft. Leider werden hier überwiegend Benziner gefahren.
Womit wir bei den Mythen sind…
Die Saga geht hier, dass Diesel ja bekanntermaßen sehr schlecht ziehen, wenig Kraft haben und ausserdem einen sehr hohen Verbrauch haben und ganz besonders schädlich für die Umwelt sind.
Das kennen wir aus Deutschland eigentlich ganz anders….
Nun gut, bei uns lassen einige ja im Winter den Motor „warmlaufen“ und kratzen dann die Scheiben frei, oder geben kurz vor dem Motor ausschalten noch einmal Gas. Weil er dann ja besser startet….
Jetzt fahren wir also einen umweltfreundlichen Benziner mit sehr niedrigem Verbrauch. Ein Trost ist, dass die Gallone Sprit ca. 8970 COP kostet (ca. 3,90 €).
Bislang sind wir mit dem Wagen zufrieden.

Blick auf die Westkordilliere, auf der anderen Seite liegt der Pazifik
Kürzere Ausflüge in die Vorberge der Kordilleren mit Allradeinsatz zeigen, dass der Kauf eine richtige Entscheidung war.
Montag, 20. August 2012 Asunción de la Virgen (Mariä Himmelfahrt) gesetzlicher Feiertag in Kolumbien
Heute unternahmen wir am Vormittag, eingeladen von unserem Nachbarn, einen kleinen Spaziergang von unserem Haus aus am Rio Pance entlang – der hier in der Nähe vorbeifliesst – vorbei an Rindern und Pferden, hinauf in die Vorberge der Sierra. Einen Link zum Track findet ihr hier: Track
Es wurde schnell sehr, sehr heiß. Die bergabwärts wehenden Winde und Schatten unter breit ausladenden Bäumen machten den 3-stündigen Spaziergang aber dennoch einigermaßen erträglich.
Die Hügel am Fuße der Sierra sind so etwas ähnliches wie bei uns „Bauerwartungsland“. Es sind bereits große Parzellen abgesteckt, teilweise sind auch schon Fahrwege angelegt.
Die Luft und die Sicht in die Berge und talwärts in Richtung Cali sind wunderschön.
Geld – nicht ganz unwichtig
Einige kolumbianische Geldnoten.
1000 Kolumbianische Pesos (COP) entsprechen heute (Stand: 17.8.2012) 0,45 €.
10.000 COP sind 4,46 €
Die Bargeldbeschaffung bereitet uns derzeit große Schwierigkeiten. Da wir noch keinen Daueraufenthaltstatus haben, können wir noch kein Konto bei einer kolumbianischen Bank eröffnen. Das bedeutet, dass wir die verschiedenen Bankautomaten abklappern müssen, um dort Bargeld zu ziehen.
Die Höchstsumme ist hierbei je Vorgang meist auf 300.000 COP (ca. 135 €) begrenzt. Dann funktioniert der Automat, der gestern noch Geld ausgespuckt hat heute nicht mehr. Manches Mal funktioniert dann aber der Automat, der seit Tagen nicht funktionierte. Eine elende Rumlauferei….
Ausserdem ist es aus Sicherheitsgründen nicht wirklich angenehm mit einem Batzen Geld in der Tasche herumzulaufen. Die Miete müssen wir bar begleichen, da wir – siehe oben – noch über kein Konto verfügen. Ebenfalls einige andere Ausgaben müssen in bar erfolgen.
Wir versuchen also, wo immer möglich, unsere Kreditkarten zum Einsatz zu bringen. Sehr empfehlenswert ist nach unserer Erfahrung die DKB-Bank. Weltweit kostenlos Bargeld am Automaten erhalten mit der Visa-Karte. Dazu ein wirklich guter Online-Service. Mit den klassischen anderen Banken sähe es für uns deutlich schlechter aus. Hohe Gebühren bei der Bargeldbeschaffung via Kreditkarte, EC-Karten werden hier nicht genommen. Überweisungen aus Deutschland sind noch teurer…..
Katzenpflege
Emergency Room und warum wir Versager sind
Hundepflege und was alles so dazugehört
Kürzlich widerfuhr uns ein Erlebnis der ganz besonderen Art, seitdem ist uns bewußt, dass wir bislang in Sachen Hundeerziehung und noch viel mehr in Sachen Hundepflege total versagt haben.
Und das kam so:
Wir hatten ja bereits geschrieben, dass wir für die ersten 14 Tage in einem Appartement in der Stadt untergekommen sind. Ganz passabel, recht ruhig, nicht zu klein, aber eben in der Stadt. Von den Stunden am frühen Morgen oder spät am Abend einmal abgesehen, sehr heiß.
Morgens drehen wir also eine kleine Hunderunde, immer angeleint, auf einem Grünstreifen und am Straßenrand entlang. So ca. 30 – 45 Minuten. Nicht wirklich sehr erquickend für alle Beteiligten. Anschließend sind Oskar und Bruno platt, saufen und legen sich hechelnd hin. Inzwischen ist es nämlich heiß geworden.
Am Abend das gleiche Spiel.
Vor einigen Tagen wurden wir eingeladen von einer sehr freundlichen Familie, die etwas außerhalb auf der Höhe gelegen ein wunderschönes Haus mit tollem Garten bewohnt. Hanglage, tropischer, abwechslungsreicher und farbenprächtiger Garten.
Der Herr des Hauses war bis vor kurzem stolzer Besitzer eines Boxer-Rüden namens „Greif“, der vor ca. 6 Wochen im Alter von 13 Jahren verstorben ist.
Natürlich war er von unseren „Rassehunden“ begeistert. Wehmut….und Trauer.
Kurz, er bot uns an, unsere Hunde für einige Tage in Pflege zu nehmen. Das Angebot kam uns verständlicherweise nicht ganz ungelegen.
Am nächsten Tag also schlugen wir dort mitsamt Boxern, Futter, Leckerli usw. auf.
Damit wir schon einmal einen anständigen Tierarzt kennenlernen, wurde diesem unser Besuch im Haus am Hang mit Garten usw. avisiert.
Da staunten wir aber nicht schlecht….vorgefahren kommt eine Art transportable Tierarztpraxis. Dem Fahrzeug entsteigt – da blieb uns die Spucke weg – ein in OP-Tracht gewandeter Tierarzt. Um den Hals hängend eine Atemschutzhaube und ein Stethoskop. Super der Auftritt. Begleitet von einer rassigen, gleichfalls professionell gewandeten Assistentin. Wirklich beeindruckend…
Längerer Small-Talk. Schließlich überreichte er uns sein Programmheft mit diversen Allround Pflegeangeboten für Hunde. Monatlich z.B. Nagelmaniküre, Fellpflege, Ohrenreinigung, Massage, Waschen, Bürsten, Legen. Eben alles, was so ein Rassehund beanspruchen kann.
Wir wurden immer stiller, unsere armen, von uns über so viele Jahre heftig vernachlässigten Tiere…
Peinlich, peinlich… Wir haben so schrecklich versagt!!!
Und dann die Zahnpflege. Auch diese wurde von uns natürlich nicht ordnungsgemäß durchgeführt, aber jetzt wissen wir es besser.
Demnächst mehr…..
Ein Abend im Stadtteil San Fernando
Um den Parque del Perro herum gibt es kleine ausgezeichnete Spezialitätenlokale und Geschäfte. Unter anderem ein feines Pralinengeschäft. Die Süßigkeiten werden vor Ort hergestellt. Die Lüneburger Leser erinnern sich bestimmt an das Schokoladengeschäft am Sande.
Und dann gibt es an diesem Platz noch eine Besonderheit, die vor allem deutsche Wurstliebhaber begeistern kann.
Ja, tatsächlich. Wir haben das Geschäft besichtigt. Die Auswahl kann zwar nicht mit der eines Metzgers in Deutschland mithalten, aber immerhin, es gibt auch Leberkäse….
7.8.2012 Feiertag – Schlacht von Boyaca
Der Dienstag, 7. August, war ein Feiertag in Kolumbien. Von den häufiger zu sehenden Nationalfarben im Straßenbild einmal abgesehen, haben wir davon nicht viel mitbekommen.
Die kolumbianische Flagge
Das kolumbianische Staatswappen
„Libertad y Orden“
span., „Freiheit und Ordnung“
Die Geschäfte haben geöffnet, wie eigentlich fast immer, die Einkaufszentren sind voller Menschen und auf den Strßen tobt der Verkehr.
An diesem Tag wird der Sieg in der „Schlacht von Boyaca“ gefeiert. Diese Schlacht fand während der Unabhängigkeitskämpfe der Südamerikaner gegen die Kolonialmacht Spanien statt. Bei uns ist vor allem Simón Bolívar bekannt, der Führer der Freiheitskämpfer.
Übrigens: in Hamburg findet man in Harvestehude den Simon-Bolívar-Park, in dem eine kleine Büste des lateinamerikanischen Helden steht.
Montagsimpressionen
Heute konnten wir mehrere lange Videogespräche via Skype mit Freunden in Deutschland führen. Ausgezeichnete Qualität!!! Es ist einfach schön, mit vertrauten Menschen so direkt kommunizieren zu können.
Am späten Nachmittag besuchten wir eine Lehrerin der deutschen Schule. Sie lebt in einem wunderschönen Condominium in der Nähe von Jamundi, südlich von Cali. Dieses Wohngebiet liegt sehr schön über einige Hügel verteilt. Schon spürbar höher als Cali mit guter Luft und herrlicher Sicht ins Cauca-Tal und die Kordilleren.
Ein Kaffeestrauch vor der Haustür
Auf dem Rückweg nach Cali machten wir am Straßenrand halt und aßen ausgezeichnet schmeckende „Arepas de Choclo con Queso„.
Dazu gab es phantastischen „Jugo de mora en leche„. Ein gekühltes Getränk aus Brombeersaft mit Milch. Absolut erfrischend, wohlschmeckend einfach mmmmhhhhhh!!!!!
























































