Shiraz – Eram-Garten und Hafez-Mausoleum

Shiraz ist bekannt für seine Gärten. Einer der schönsten ist wohl der Eram-Garten, berühmt als Treffpunkt der Liebenden. Und tatsächlich…

Eram-Garten (Wikipedia)FlyerShiraz ist bekannt für seine Gärten. Einer der schönsten ist wohl der Eram-Garten, berühmt als Treffpunkt der Liebenden. Und tatsächlich, es liegt eine lächelnde, beschauliche, beschwingte Glückseligkeit in der Luft und ebenso über den meisten Besuchern. Zärtlichkeit und ein inneres Strahlen liegt auf vielen Gesichtern und im Verhalten der Menschen.Blumen. Eine liebevoll angelegte, das Auge überwältigende und gepflegte Farbenpracht überall.Wasser. Bassins, Wasserbecken, plätschernde Wasser, sind neben der Farbenpracht der Blumen ein wesentliches Element dieses Gartens.Duft. Über dem Garten liegt ein betörender Duft von Orangenblüten. Mit geschlossenen Augen könnte man sich durch den Garten riechen; es sind nicht nur die Orangenblüten, es sind die zahlreichen Düfte der vielen Blumen und Sträucher, die den Besucher wohlig umschweben.Wirklich wahr, ich habe in mir während der Stunden im Eram-Garten eine besondere Stimmung, Empfindsamkeit verspürt.Insgesamt habe ich den Garten 2 Mal besucht, einmal am Abend und an einem Vormittag.Im Eram-GartenAm Vormittag waren etliche Kindergruppen zu Besuch.Das Hafez-Mausoleum ist ein weiteres Highlight für jeden Shiraz-Besucher.Auch dies ist vor allem abends ein beliebtes Ziel. Während die Liebenden das Grab besuchen, ertönt aus den Lautsprechern Liebeslyrik von Hafez. Auch hier eine beeindruckende ruhige Heiterkeit.

Shiraz

Fotos bei flickr

Shiraz (Wikipedia)

Mit dem Taxi in die Stadt, die Fahrt kostet ca. 1,50 € und fordert starke Nerven. Der Verkehr und die Fahrweisen sind mörderisch. Ach ja, die Abgase ebenfalls. Verglichen damit, sind unsere Innenstädte die reinsten Luftkurorte.

Dieses Standbild symbolisiert ganz gut die Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die mir bereits in diesen ersten Stunden hier begegnete. Ein unaufdringliches, freundliches Interesse. Immer wieder höre ich im Vorübergehen ein fröhliches „You are welcomed“. Auch gelegentlich ein „Guten Tag“, sobald ich als Deutscher erkannt werde, was vermutlich nicht schwer fällt.

Mein erster Weg ging zum Karim Khan Zand Boulevard, nicht weit entfernt von der Karim Khan Zitadelle, zu den Geldwechselstuben. Kurzer Preisvergleich und problemlos gewechselt. Heute gab es für 1€ 6.500 Toman gleich 65.000 IRR, Rial. Den 💰 verstaut und nun zur Zitadelle.

Von außen eher schmucklos, aber von Grün umgeben.

Auch im Inneren nicht wirklich beeindruckend, interessant sind eher die zahlreichen Kunsthandwerkerläden.

Ein Blick ins Innere.

Wunderschön der Duft der Orangenblüten der zahlreichen Bäume auf dem inneren Platz.

Direkt in der Nähe befindet sich die Vakil Wasser-Zisterne.

Hier befindet sich heute eine kleine Kunstgalerie, in der auch Veranstaltungen stattfinden. Sehr schönes Ambiente. Geleitet wird sie von einem jungen, in Köln geborenen Iraner.

Von hier aus dann zur nicht weit entfernten Vakil-Moschee und zum Vakil-Basar.

Und weiter zum Vakil-Basar, ganz in der Nähe.

8.3.2018 Anreisetag

Lufthansaflug von Hamburg nach Shiraz über München und Wien.

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Flughafen Hamburg

InWien werde ich 4 Stunden Aufenthalt haben und mich in dieser Zeit mit meiner Cousine Susi treffen.

Im Jahr 1998 sahen wir uns zuletzt.

Paracas – Galapagos für Arme

1.7.2013

Streckenübersicht – PDF-Download

Halbinsel Paracas – PDF-Download

Paracas Fotos bei Flickr

Fahrt mit dem Boot zu den Islas Ballestas

Die Fahrt dieses Tages führte von Lima bis zur Halbinsel Paracas in der Provinz Pisco.

Übrigens: Aus dieser Region stammt das berühmte Getränk PISCO SOUR. Der Aperitif ist absolut empfehlenswert. Dank unseres GPS-Gerätes gelangten wir recht schnell raus aus dem Moloch Lima. Sobald wir die Stadt verlassen hatten wurde der Verkehr auf der Panamericana auch einigermaßen erträglich.

Ab Lima führt die Strecke immer am Pazifik entlang, durch den mehr oder weniger schmalen Streifen Küstenwüste.

Eine Unterkunft war sehr schnell am Ortseingang von Paracas gefunden.

Hotel El Mirador

Hotel El Miarador, Paracas, Peru
Panamericana bei Lima

Lima

27.6.-30.6.2013

Fotos bei Flickr

In Lima angekommen musste ich erst einmal 2 Tage lang das Bett hüten. Der Tag der Fahrt von Chavin de Huantar nach Lima war offensichtlich doch etwas anstrengend.

Gleich morgens bei Eröffnung besichtigte ich ausführlich die Ruinen, anschließend besuchte ich das Thermalbad und hielt mich dort wohl etwas zu lang in dem heißen Wasserbecken auf. Ich habe die Belastung durch das heiße Thermalwasser etwas unterschätzt.

Dann ging es auf die wirklich beeindruckende Rückfahrt über die Cordillera Blanca hinab ins Santa-Tal und wieder hinauf über die Cordillera Negra um dann schließlich unten an der Pazifikküste anzukommen. Dort überraschte mich dann der Nebel und es wurde unangenehm kalt im Auto.

Vor der Abfahrt in Cali habe ich auch versucht, die Heizungsanlage in Gang setzen zu lassen. Wegen der Hitze in Cali kommt hier vor allem die kühlende Klimaanlage zum Einsatz. Eine Heizung benötigt man hier wirklich nie! Die Spezialisten in der hiesigen Toyota-Werkstatt sind zwar sehr einfallsreich, allerdings konnten sie für die Heizung nur eine manuelle Lösung anbieten. Sie vollständig in Gang zu setzen hat die Fachleute einfach überfordert.

Manuelle Lösung heißt: Anhalten, aussteigen, Motorraumklappe öffnen und einen Seilzug manuell betätigen. Im Ergebnis ist es entweder richtig heiß oder eben kalt. Eine Dosierung der Heizluft ist nicht wirklich möglich.

Gegen Ende des Tages war ich schon leicht ermüdet und wollte einfach nur noch in Lima ankommen – und das möglichst noch vor Einbruch der Dunkelheit. In den Moloch Lima bei Dunkelheit reinzufahren ist schon auf Grund der Sicherheitslage nicht wirklich empfehlenswert. Einmal falsch abgebogen und im falschen Viertel gelandet, kann ziemlich böse ausgehen. Jedenfalls war ich müde, wollte schnell ankommen und habe das Anhalten so lange rausgezögert, bis ich im Hotel in Lima angekommen war. Mit dem Ergebnis, dass es ziemlich kalt im Auto war und ich fror. Zwei Tage leichtes Fieber und die Sache war erledigt…..

Als Cora aus Cali kommend mit dem Flieger eintraf war ich wieder fit und wir konnten gemeinsam die Stadt erkunden. Ich hatte ein Hotel in einem der besseren Stadtviertel gebucht. „Miraflores“ – der Name ist Programm. Direkt an der Steilküste gelegen, mit sehr schönen Promenaden, herrlichen Ausblicken auf den Pazifik, netten kleinen Restaurants und vielen Grünflächen und Parkanlagen mit Blumen.

Aus Cali sind wir ja in Bezug auf die Sicherheitslage so einiges gewöhnt. Auffallend in Lima war – zumindest in den Stadtteilen, in denen wir uns bewegten – dass wir so gut wie keine bewaffneten Kräfte sahen, keine mit Elektrozäunen schwer abgesicherten Wohnanlagen, wenig Polizei. Hier in Cali, steht vor jedem Geschäft, an jeder Kreuzung und vor jeder gut abgesicherten Wohnanlage irgendein Sicherheitsmensch mit einer riesigen Wumme herum. Diese kurzläufigen Schrotflinten und Trommelrevolver sind beeindruckend, das sollen sie wohl auch sein.

In dieser Hinsicht war es richtig entspannt in Lima, wenn man mal von den üblichen Vorsichtsmassnahmen, die in Südamerika so ziemlich überall notwendig sind, absieht.

Fahrt von Chavin de Huantar nach Lima

27.06.2013

Streckenführung – PDF-Download

Karte bei Google Maps

Fotos bei Flickr

Die Fahrt heute führt aus dem Chavin-Tal über die Cordillera Blanca hinweg in das Santa-Tal, von dort aus über die Cordillera Negra runter zur Küstenwüste auf die PanAmericana und dann direkt nach Lima.

Dort werde ich dann Cora vom Flughafen abholen und wir werden uns gemeinsam auf die Weiterreise nach Bolivien begeben.

Diese Fahrt bot noch einmal wunderschöne Blicke auf die Sierra Nevada, bevor es sehr kurvenreich auf einer gut ausgebauten Straße abwärts ging in Richtung Küste.

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Panoramafoto
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Auf dem Weg nach Lima
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Cordillera Blanca
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Cordillera Blanca
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Lama angepflockt
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Hütten am Straßenrand

Auf der Südhalbkugel der Erde ist es jetzt Winter. An der Küste Perus zeigt sich der Winter in Form von stellenweise sehr, sehr dichtem Nebel. Über Lima hängt eine Nebelglocke, die alles klamm und feucht sein lässt. Ein leichter Geruch von Moder ist in der Luft (sofern man neben den Abgasen überhaupt noch etwas anderes riecht). Wäsche abends aufgehängt ist am nächsten Morgen immer noch klamm und feucht. Sofern kein Wind vom Meer her weht ist dies in Verbindung mit dem Smog der Großstadt nicht unbedingt angenehm.

Küstennebel bei Lima
Winter – Küstennebel bei Lima
Winter - Küstennebel bei Lima
Winter – Küstennebel bei Lima

Lagunas de Llanganuco Nationalpark Huascarán

25.06.2012

Streckenübersicht

Fotos bei Flickr

Das Santa-Tal mit den schneebedeckten Bergen und den Gletschern ist so ziemlich das Schönste was Peru an Anden zu bieten hat. Im Tal gibt es etliche Thermalbäder, die zur Entspannung nach Andentouren einladen. Es gibt fantastische Seen, umrahmt von über 6.000 m hohen Gletscherbergen, wunderbare Farben, Indios in ihrer traditionellen farbenfrohen Kleidung und generell sehr freundliche Menschen.

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Nationalpark Huascaran

Besonders sehenswert sind die „Lagunas de Llanganuco„. Diese Lagunen liegen auf 3.846 m Höhe und werden vom Huascaran 6,768 m und dem Huandoy 6.395 m begrenzt. Die Lagunen befinden sich im Nationalpark Huascarán. Zu den Seen führt eine recht gute, nicht asphaltierte Straße hinauf, die am Ende des Tals in endlosen Serpentinen über die Cordillera Blanca hinweg in Richtung Pomabamba und Chavin de Huantar führt.

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Lagunas de Llanganuco
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Lagunas de Llanganuco

Kurz vor Erreichen der Lagunas durchfährt man eine sehr enge Schlucht, die nach Norden hin durch eine fast senkrecht über etliche 100 m aufragende Felswand begrenzt wird.

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Schlucht auf dem Weg zu den Lagunas de Llanganuco

Die Fahrt aus dem Santa-Tal über die Cordillera Blanca führte am Huascaran 6.768 m und dem Huandoy 6.395 m vorbei, den beiden höchsten Bergen der Cordillera in Peru.

India im Santa-Tal
India im Santa-Tal
India im Santa-Tal
India im Santa-Tal
Unbenannt
Blick auf den Huandoy
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India mit Muli

Die Ruinen von Chavin de Huantar

27.06.2013

Fotos bei Flickr

Heute stand ein Besuch bei den Ruinen von Chavin de Huantar (UNESCO-Weltkulturerbe) und ein anschließendes Bad in den Thermalquellen ausserhalb des Ortes auf dem Programm.
Die Ruinen liegen in einem Andental in Richtung Amazonasbecken auf ca. 3.180 m Höhe, in einem Paralleltal zum Santa-Tal, das genau wie dieses von Nord nach Süd verläuft. Die geographische Nähe zum Amazonas Regenwald ist vermutlich auch der Grund für die zahlreichen Darstellungen von Dschungeltieren wie z.B. Jaguar, Kaiman und Schlange, die man in den Ruinen sehen kann.

Die Chavin-Kultur geht vermutlich bis auf das Jahr 1500 v. Chr. zurück. In den 1920igern hat der peruanische Archäologe Julio C. Tello die wesentlichen Arbeiten zur Entdeckung und Erforschung der Ruinen geleistet.

Die gesamte Anlage besteht aus mehreren terassenförmig angelegten Plattformen unter denen sich zahlreiche Gänge und Schächte labyrinthartig verbergen. In diese Gänge kann man hinuntersteigen – heute ohne Taschenlampe, alles ist recht gut ausgeleuchtet – viele Treppen hinauf und hinabgehen um dann irgendwann vor dem „Idolo“ oder dem Monolithen zu stehen.

  • „Im Zentrum des Bauwerks befindet sich der 4,5 m hohe Monolith „El Lanzón“, ein menschlich gestaltetes Gottesbild, mit Krallen an Händen und Füßen, das sich im Schnittpunkt kreuzförmiger Galerien befindet. Die Figur in der Form eines Messers mit dem Griff nach oben, zeigt ein Raubtiergesicht mit zahlreichen Schlangen zwischen den Zähnen. An den Haarenden und sogar vom Gürtel hängen Schlangen herab. Der Monolith ist die älteste Figur, die in dieser Gegend gefunden wurde. Weit jünger ist die Raimondi-Stele und der Tello-Obelisk, die sich heute im Archäologischen Museum in Lima befinden. Die darauf dargestellten Motive ähneln sich aber. Julio Tello, ein peruanische Archäologe, kam zur Ansicht, das Chavín verschiedene Kulturen bis zu den Inkas in einer religiösen Ideologie vereinte.“ (aus: wikipedia)

Eine wirklich beeindruckende Figur, leider (oder zum Glück) hinter Glas gesichert und beleuchtet.

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El Lanzon – der Idolo

Nach der Besichtigung der Ruinen tat ein ausführliches Bad in den Thermalquellen außerhalb des Ortes sehr gut.

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Das Thermalbad mit den einzelnen Kabinen von innen
Badekabine
Badekabine
Die Thermalbäder von Chavin de Huantar
Das Thermalbad