Quito

17.06. – 19.06.2013

Da ich im Mai bereits in Quito war, hier nur einige Fotos.

Im Altstadtviertel La Ronda besuchte ich einen Hutmacher, der mir mit großer Freude sein Handwerk vorführte, erklärte und selbstverständlich mit noch größerer Freude einen Hut verkaufte. Das Ergebnis sehr ihr unten.

Cora ist zwar der festen Überzeugung, dass ich nun mal absolut keinen „Hutkopf“ habe, aber was soll es, sie kann den Kauf ja nicht verhindern. Mir jedenfalls gefällt gefällt der Sombrero. Urteilt selbst….

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Fahrt von Ipiales zum Mittelpunkt der Welt und nach Quito

17.06.2013

Die kolumbianische Grenzstadt Ipiales ist nicht wirklich interessant. Ein kaltes und regnerisches Städtchen, wirklich nur zum Übernachten und schnell wieder weg geeignet.

Abends hatte ich noch Hunger und fuhr mit dem Taxi vom etwas abseits gelegenen Hotel in die Innenstadt, in der Erwartung dort noch irgendein Restaurant zu finden. Außer den üblichen Broilerbuden (Hähnchen vom Grill und Fritten) gab es dort nichts….

Als mir das Publikum auf der Plaza dann doch etwas komisch vorkam, bin ich schnell wieder ins Hotel zurück. Ich konnte beobachten wie die Polizei ziemlich rigoros gegen einige Gestalten vorging; Tütchen und sonstiges Zeug wurden schnell in die Grünanlagen geworfen.

Die Grenzabfertigung am nächsten Morgen war wider Erwarten wenig aufregend. Wenn ich mal vom Schlangestehen und Hin- und Herlaufen zwischen Zoll, Immigration und wieder Zoll absehe. Um in Südamerika mit dem eigenen KFZ herumreisen zu können ist ein spezielles Papier notwendig, das von den jeweiligen Automobilclubs ausgestellt wird. Es dient vor allem dem Eigentumsnachweis. Die größte Sorge der Länder besteht wohl offensichtlich darin, dass ein Fahrzeug illegal eingeführt wird. Ein ziemlich aufwendiger und mit Kosten verbundener Prozess dieses Papier zu erhalten. Warenverkehr über die Grenze wird so natürlich erschwert. Diese Papiere haben auch nur eine begrenzte Laufzeit und müssen dann immer wieder kostenpflichtig erneuert werden.

Direkt hinter der Grenze befindet man sich in einem spürbar (in meinem Fall vor allem erfahrbar) anderen Land. Die Straßen sind hervorragend ausgebaut, kein Müll links und rechts der Straßen, kleine gepflegte Ortschaften, keine bewaffneten Sicherheitskräfte allgegenwärtig wie in Kolumbien; auch ist die Bereitschaft sich an Verkehrsregeln zu halten deutlich ausgeprägter.

Von Tulcán (Grenzort auf der ecuadorianischen Seite) nach Quito sind es ca. 250 km. Also im Prinzip recht schnell zurückgelegt.

Unterwegs unternahm ich einen kleinen Abstecher zum Lago Cuicocha (Meerschweinchensee). Cui oder auch Cui Cui, Meerschweinchen sind eine sehr beliebte Speise. Wenn man so ein Meerschweinchen auf dem Teller liegen sieht, kommt allerdings sehr schnell der Gedanke auf, ob es sich hierbei nicht auch um eine Ratte handeln könnte.

 

La Mitad del Mundo – Der Mittelpunkt der Welt

Am nordwestlichen Stadtrand von Quito gibt es den Mittelpunkt der Welt (Äquatormonument) zu besichtigen.

 

Quito – Basilica del Voto Nacional

Eine neogotische Konstruktion, die größte in ganz Lateinamerika. Baubeginn 1892, von Johannes Paul II am 30. Januar 1985 besucht und gesegnet und im Juli 1988 eingeweiht.

Eigentlich immer noch nicht fertig. Die Ostseite – stadtwärtsgewandt – ist weitgehend fertig und verziert mit Tierfiguren, die teilweise als Wasserspeier dienen.

Sehr lohnenswert ist der Aufstieg auf die Türme, es geht sogar mit dem Fahrstuhl nach oben. Von dort aus bietet sich eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.

Interessant auch ein Besuch in den Katakomben,  dem Friedhof, der sich unter der Kirche befindet.

Fotos der Kirche und des unterirdischen Friedhofs

Quito – Ausflug mit der Seilbahn auf den Pichincha

Im nördlichen Stadtteil, nicht weit entfernt vom Hotel Quito, führt eine Seilbahn auf den Pichincha, einer der Hausberge Quitos.

Wir hatten Glück. Die Wolken hatten sich am Morgen unseres Ausflugs weitestgehend verzogen, so dass wir eine wunderbare Fahrt mit der Seilbahn und herrliche Ausblicke genießen konnten.

Fotos

Quito – Weltkulturerbe

Am Mittwochabend sind wir nach einem Flug von Cali über Bogotá in Quito, Ekuador eingetroffen. Aus Erfahrung schlau geworden trafen wir in Cali sehr frühzeitig am Flughafen ein. Dort wurde uns dann auch gleich mitgeteilt, dass es ein schweres Unwetter über den Bergen bei Bogotá gäbe und der Anschlussflug deshalb nicht sicher sei. Zum Glück konnten wir zwei Maschinen früher in Cali abfliegen. Es stellte sich dann bei diesem Flug heraus, dass es, von einigen kleineren Rumpeleien abgesehen, kein Unwetter gab.

Der Weiterflug verlief dann absolut problemlos.

In Quito ist inzwischen der neue Flughafen voll funktionsfähig. Der alte befindet sich inmitten der Stadt und war wohl bei den Piloten wegen des schwierigen Anflugs, Wolken und Böen sehr gefürchtet. Es hat dort in der Vergangenheit auch einige schwere Unglücke gegeben. Der alte Flughafen ist jetzt eine Hubschrauber-Basis.

Übrigens: die Landeswährung ist der US-Dollar. Mit unseren Kreditkarten ziehen wir also hier aus den Automaten US-Dollar.

Etwas großzügig betrachtet liegt Quito so ziemlich genau auf dem Äquator, ganz genau ca. 20 km südlich der Linie. Quito wurde 1978 als erste Stadt in Südamerika wegen ihrer einzigartigen Innenstadt und wegen ihres prägenden Beitrags zur kolonialen Kunst und Architektur zum UNESCO Weltkulturdenkmal erklärt. Übrigens: der Hinweis, dass Quito die zweithöchste Hauptstadt der Welt nach La Paz, Bolivien ist, ist so nicht richtig. Die verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens ist Sucre.

Link zur offiziellen Site der UNESCO.

Die Stadt erstreckt sich in einem Andental auf ca. 2800 m Höhe über ca. 35 km Länge und eine Breite von ungefähr 5-6 km. Bei gutem Wetter soll man die umliegenden Vulkane Pichincha 4784 m, Antisana 5704 m und den schneebedeckten Cayambe 5790 m sehen können.Quito

Dies können wir leider (noch?) nicht bestätigen; als wir abends ankamen fuhren wir ca 45 Minuten mit dem Taxi durch Nebel. Nachts und bis in den Morgen hinein liegt die Stadt unter Wolken, die dann von der Sonne durchbrochen werden. Ein sehr schönes Schauspiel. Untergekommen sind wir im Hotel „Quito„.

Beim ersten Gang durch die Altstadt fällt sofort der hohe Anteil an Indio-Gesichtern auf. Anders als in Bogotá macht die Innenstadt einen gepflegten, sauberen und angenehmen Eindruck. Nicht verwahrlost wie in Bogotá.

Video (Bitte das neue Passwort verwenden)

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Vor der mit Gold überfüllten Kirche der Jesuiten eine Schlange bettelnder Menschen, die auf die Kirchenbesucher warten.