…unterwegs in Santiago 2

Nach der Silvesternacht, die wir auf dem Dach unseres Hochhauses im 24. Stock verbrachten brachen wir erst am späten Vormittag auf.

Die Stadt ist ruhig, fast alle Läden, Restaurants, etc. sind geschlossen. Zu Fuß gingen wir am Rio Mapocho entlang in Richtung „Sanhattan“, so wird hier das Bankenviertel genannt. Ursprünglich ironisch gemeint, hat sich der Begriff inzwischen eingebürgert.
(Fotojournal)

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Pferd von Botero

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Brunnen zur Erinnerung an 150 Jahre deutsche Einwanderung

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Entlang des Flusses gibt es viel Kunst zu entdecken. Besonders interessant der „Skulpturenpark“.

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Irgendwo im Stadteil Providencia gesehen

…unterwegs in Santiago 1

Besichtigung der Innenstadt. Plaza de Armas, Kathedrale und natürlich die Moneda. In der Moneda hat sich bei Pinochets Putsch 1973 der gewählte Präsident Allende erschossen. Auf eine Fotografie des Standbilds von Allende, das sich direkt vor dem Palast befindet, habe ich verzichtet. Es sieht einfach scheußlich aus. Wen es interessiert, kann hier klicken.Kaum an dem Palast angekommen, wurden wir wieder Zeugen eines militärischen Schauspiels. Die Jungens traten schon etwas koordinierter auf, als ihre Kollegen vor dem Präsidentenpalast in Bogotá 😉 Aber wer einmal die Wachablösung an der Stalinallee vor dem „Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus“  in Ostberlin gesehen hat mit Schellenbaum und Adler usw., ….. (Ich fand das ziemlich widersinnig, vor dem Mahnmal Militaristen aufmarschieren zu sehen)

Wachablösung vor der Moneda

Ausflug auf den Cerro San Cristobal. Leider ist die Zahnradbahn – Funicular – nicht in Betrieb…Stattdessen stand ein kostenloser Bus-Shuttle zur Verfügung, der uns auf den Hausberg hinauf brachte. Von oben bietet sich ein fantastischer Blick auf die Stadt und das Umland.

Der Hügel erhebt sich ca. 300 m über das Niveau der umgebenden Stadt.
In der Nähe des Gipfels befindet sich eine kleine Kapelle, hier hielt der Papst Joh. Paul II eine Messe vor über 350.000 Besuchern.

Die Maria wurde zum 50igsten Jahrestag der Verkündung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis errichtet.

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Die Bergstation der Zahnradbahn (leider außer Betrieb bei unserem Besuch)

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Kerzenspenden und Fürbitten

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Santiago de Chile

Foto-Journal

Heute In der Frühe trafen wir nach einem ruhigen Flug in Santiago de Chile ein.
Wir werden einige Tage in Santiago verbringen, dann nach Antofagasta fliegen und vor dort aus weiter nach San Pedro de Atacama reisen.
Wieder zurück wollen wir Valparaiso und Viña del Mar besuchen.
Der heutige Tag fing schon recht vielversprechend an. Wir sind mitten im Zentrum in einem kleinen Apartment untergekommen. Im 24. Stockwerk befindet sich auf dem Dach ein Swimmingpool, von dem aus sich ein phantastischer Blick auf die City und die schneebedeckten Kordillieren bietet.

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Der blaue Punkt ist der Standort unserer Unterkunft

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Nach kurzer Mittagspause brachen wir zu einem ersten Rundgang auf. Ganz in der Nähe besuchten wir zuerst den Cerro Santa Lucia, ein kleiner Felsrücken mit schöner Parkanlage, der ca. 65 m über die Stadtebene hinausragt. Die folgenden Fotos stammen von dort. Beeindruckend die verglasten Fassaden der Hochhäuser, in denen sich die Umgebung spiegelt.

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Anschließend fuhren wir mit der Metro nach Los Dominicos, ein Markt für Kunsthandwerk.

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Der Tag war anstrengend, wir haben sehr viel zu Fuß erkundet, jede Menge Eindrücke aufgenommen und als wir diese Katze sahen, beschlossen wir irgendwo noch gut essen zu gehen und dann zurück ins Appartement.

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Temporada Taurina 2012

Gestern Abend wurde die Stierkampfsaison 2012 eröffnet. Beginn 19:00 Uhr. Wir hatten uns verabredet und nahmen ein Taxi, dessen Fahrer die zu erwartenden Staus geschickt unter Ausnutzung von Fußwegen und unter Einsatz eines heißen Reifens umging (Infos zum Stierkampf).

Cora - Armando - Albrecht
Cora – Armando – Albrecht

Vor der Plaza de Torros war die Hölle los – Menschenmengen, Musik aus allen Richtungen, offene Grills mit Wurst und Fleisch am Straßenrand, Verkaufsbuden und was sonst noch alles dazugehört. Die Polizei unübersehbar in großer Anzahl vertreten.

Beim Einlass in die Arena sorgfältige Personenkontrolle. Jeder Besucher wurde nach Waffen abgetastet. Nach dem Eingang wurden kleine Lampions mit Kerzen ausgegeben. Der Sinn erschloss sich uns schnell bei Beginn der Veranstaltung. Es wird hier bereits ab ca. 18:15 Uhr dunkel und als dann schließlich die Arena-Beleuchtung ausgeschaltet wurde und die Kerzen brannten war das wirklich ein sehr beeindruckendes Bild. Hinter dem Arenarund leuchteten die Häuser und Straßenzüge auf den Bergen der Umgebung.

Kerzen im Arenarund
Kerzen im Arenarund

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Zu Beginn der Veranstaltung – wie immer – unter Musikbegleitung festlicher Einzug aller Beteiligten. Kirchenvertreter mit irgendeiner Madonna vorneweg, Honoratioren, Festkomitee und Stierkämpfer samt Helfern.

Einzug der Beteiligten
Einzug der Beteiligten
Einzug der Beteiligten
Einzug der Beteiligten
Vorstellung der Stierzucht
Vorstellung der Stierzucht

Zu den Stierkämpfen selbst gibt es hier nicht viel zu sagen. Bei insgesamt 6 Stieren gab es 5 „Orejas“ (Ohren). Ein Kämpfer war ein Totalausfall, keine Dramaturgie und dann noch 3 Ansätze zum Todesstoß. Unter heftigen Missfallensäußerungen verließ dieser Torero recht schnell die Runde.

Ansonsten viel Machismo. Klassisches „Hut in den Ring werfen“, knackige Körpersprache, fast tänzerische Bewegungen, auf den Knien vor dem Stier herumrobben, den Stier tanzen lassen usw. Ein Reiter samt Pferd wurde von einem wütenden Stier umgeworfen – ein Moment Dramatik – und natürlich gab es immer einen Verlierer. Der Stier.

Die Stiere wiegen so ca. 450 – 490 kg, sind muskelbepackt und toben voller Energie durch die Runde. Mut gehört auf jeden Fall dazu sich solch einem Koloss in den Weg zu stellen.

468 kg
468 kg

Ach ja, die „Ohren“. Die gibt es immer dann – entweder 1 Ohr oder auch alle beide – wenn der Kämpfer eine wirklich gute, mutige, elegante Vorstellung gezeigt hat. Der Präsident der Veranstaltung richtet sich in aller Regel nach den Forderungen des Publikums, die auch recht lautstark erfolgen.

Das offizielle Veranstaltungsheft
Das offizielle Veranstaltungsheft
Die Stierkampfarena
Die Stierkampfarena

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24. Dezember 2012

An Heilig Abend wurden wir zu einer Weihnachtsfeier bei Bekannten in einem nördlichen Stadtteil eingeladen. Der Abend begann um 23.00 Uhr im Kreis der Familie, mit Nachbarn und Freunden.
Auf der Fahrt durch die Stadt – wir kommen ganz aus dem Süden und müssen dann über die Panamericana nach Norden fahren – kamen wir an funkelnden Lichterfassaden, leuchtenden und glitzernden Motiven entlang der Grünstreifen und Strassenzüge vorbei. Und wie immer: brüllende Salsa-Musik an jeder Ecke.
Die ganze Stadt scheint in einen Teppich aus kunterbuntem Licht, garniert mit viel,viel Musik gehüllt. Durchaus beeindruckend.
Allerdings sieht es manch mal schon recht eigenartig aus, Menschen hinter vergitterten Eingangsbereichen bei buntem Licht und Musik fröhlich feiern zu sehen.
Eine nächtliche Fahrt durch Cali bedeutet immer: kontrollieren, ob die Auto-Türen von innen verriegelt sind, Fenster möglichst geschlossen halten, besondere Vorsicht an roten Ampeln, am besten Rot ignorieren und schnell weiterfahren und vor allem darauf zu achten, nicht in den falschen Stadtteil reinzufahren.

Wir wurden sehr herzlich empfangen und erlebten eine fröhliche Weihnachtsnacht, mit Kartoffelsalat, Fleisch, Bier, Bescherung unterm (bunten Plastikbaum) und viel Musik.
Ziemlich müde fielen wir dann um 4 Uhr morgens ins Bett.

Am Rio Pance

Ganz in der Nähe unseres Condominio fließt der Rio Pance vorbei. Klares und leicht kühles Wasser aus den Bergen. Der Fluß wird am Wochenende gerne als öffentliche Badeanstalt genutzt. Die Badenden bauen sich mit Flußsteinen kleine Stauwehre und Pools, in denen es sich herrlich liegen lässt.
Ich gehe in der Nähe häufiger mit den Hunden spazieren, denen die Erfrischung immer sehr willkommen ist.

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Condominio

Wie wir leben
Wir leben in einer Wohnsiedlung, in der es insgesamt 27 Einfamilienhäuser gibt. Diese Siedlungen werden Condomino genannt. Generell sind das bewachte und mit Dornenhecken, Stacheldraht, Elektrozaun umgebene Wohneinheiten.
Der Zugang ist nur über meist streng kontrollierte Eingänge möglich. Besucher müssen sich immer an der Pforte anmelden und werden erst nach Rücksprache eingelassen, natürlich erst, nachdem die Identität überprüft wurde.
Unser Condominio zeichnet sich vor allem durch ein hohes Maß an Sicherheit aus, das ist uns wichtig und auch Geld wert! So patroullieren Tag und Nacht innerhalb und ausserhalb mit Revolvern und einer mächtigen Schrotflinte versehene aufmerksame Wachleute.
Der Vorteil ist, dass wir rund um die Uhr Fenster und Türen geöffnet lassen und ohne Angst schlafen können.

Ob das wirklich alles so notwendig ist, können wir nicht wirklich beurteilen. Jedenfalls unsere Nachbarn sind sehr vorsichtig, sogar eher ängstlich und bewegen sich (jedenfalls zu Fuß) nur auf den Straßen direkt um unser Condomino herum.
Ich gehe mit den Hunden hier häufiger andere Wege oder auch in die Hügel am Fuß der Sierra. Wege, die unsere Nachbarn nicht kennen…
Allerdings bin ich wirklich vorsichtig, wechsle die Wege regelmäßig und bemühe mich, kein Muster erkennen zu lassen. Ohne Hunde würde ich dort nicht spazieren gehen. Oskar und Bruno sind wirklich beeindruckend, wissen scheinbar was von ihnen verlangt wird und gehen auch gerne mal in „Kampfstellung“. Ich animiere die zarten Wesen allerdings dazu…

Wer sind unsere Nachbarn?
Wir wurden sehr freundlich, hilfsbereit und natürlich auch neugierig aufgenommen. Kuchen und andere Süßigkeiten werden uns häufiger mal eben so – gerade jetzt zur Weihnachtszeit – vorbeigebracht.
Das „Kulturkomitee“ organisiert häufiger Veranstaltungen, die dann hier im Condominio am Pool stattfinden. Das ist immer sehr nett, lautstark (ich hasse inzwischen Salsa-Musik ;-(( ) und mit vielen Süßigkeiten verbunden.
Ich konnte soeben noch meinen Auftritt beim Krippenspiel entweder als Joseph oder als Kind in der Kiste abwenden…..

Cali ist in sogenannte „Estratos“ unterteilt, das geht von Estrato 1 bis Estrato 6. Im Prinzip geographisch von Nord nach Süd. Von ganz, ganz arm bis ziemlich reich. Wir leben hier im Estrato 6. Natürlich gibt es dann noch das inoffizielle Estrato 0, das sind diejenigen, die auf der Strasse leben.
Je nach Estrato werden auch unterschiedliche Gebühren von der Müllabfuhr bis zum Strom und Telefon erhoben. Unsere Nachbarn sind also reich, sehr reich. 3 oder auch 4 KFZ und das eine oder andere Spielzeug wie z.B. ein Quad gehören hier dazu. Die Kinder gehen selbstverständlich auf die teuersten Schulen – gute Schulen kosten monatlich viel Geld, das können dann auch mal 1000 € sein – oder die besten Universitäten.
Hier leben Rechtsanwälte – übrigens für so manche junge Leute ein Traumberuf, da die immer Geld verdienen und gute Möglichkeiten zur Korruption haben – Mediziner, Militärs im Ruhestand oder auch aktive, Ingenieure, Versicherungsleute und Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen.
Wie das Geld tatsächlich verdient wird, das können wir natürlich nicht einschätzen. Bekannte aus Cali sind sich sicher, dass das auf ehrliche Art schwer möglich ist.

Aus meiner Sicht ist jedenfalls klar, dass die Armut der Vielen den Reichtum der Wenigen produziert!

Die Unterschiede in den Lebens- und Zukunftschancen sind wirklich krass. Es gibt hier – offiziell – einen Mindestlohn monatlich von 550.000 COP, das sind ca. 250 €. Dafür wird dann an 6 Tagen in der Woche jeweils 10 Stunden gearbeitet. Für eine Tankfüllung geben wir mal eben 160.000 COP, 70 €, aus.
Hier ist klar: die soziale Herkunft bestimmt die Lebenschancen. Kurz gesagt: der Dümmste mit „Familie“ fällt immer weich und hat einen guten Job, der Klügste aus Estrato 1 wird nie eine Chance haben!
Übrigens: die deutsche Schule kennt keine Stipendien, es wird kein (kluges) Kind aus der ärmsten Schicht über diese Schule eine Ausbildung erhalten.
Vorsicht, jetzt kommt Ideologie: die Schule – wie auch die anderen Auslandsschulen – trägt zur Stabilisierung der existierenden Herrschaftsverhältnisse bei!
(Leseempfehlung) www.alliteratus.com

Was uns schwer fällt
Lärm ertragen müssen!!! Besonders schlimm sind die Wochenenden. Das Leben findet anders als wir das von zu Hause gewohnt sind, im Freien statt. Oft sind es wunderschöne Abende, in der Hängematte schaukeln und lesen. Einzig die Zykaden lärmen.
Leider gibt es auch hier Musikanlagen und die werden hemmungslos und rūcksichtslos aufgedreht. Ziemlich asozial.
Wie oben schon gesagt, Salsa ist, besonders wenn als Zwangsbeschallung eingesetzt, grausam. Ich spiele hin und wieder mit dem Gedanken die schwarzbraune Haselnuss von Heino als Gegenmittel einzusetzen….
Alternativ hat Cora verschiedene Male die Polizei angerufen, meist zwecklos. Die Polizei hat in einem Condominio – außer bei einem Gewaltverbrechen – nichts zu suchen. Ist ja schließlich Privatbesitz.
Selbst von Kolumbianern, die Deutschland besucht haben, hören wir, dass ihnen vor allem die Ruhe bei uns aufgefallen ist.
Lebensäußerungen sind hier generell laut.
Wir sind inzwischen so sehr genervt, dass wir uns nach einer anderen Wohngegend umsehen, falls wir denn eine ruhigere finden…..

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Der Eingang zu unserem Condominio mit weihnachtlichem Schmuck

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Vorsicht! Strom

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Spazierweg in der Nähe unseres Condominio

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Frohe Weihnachten ???

In den letzten Wochen war ich etwas schreibfaul, hübscher ausgedrückt: ich litt an einer Schreibhemmung (!).

Inzwischen hat sich hier in Cali etliches ereignet, vor allem was die allgemeine Sicherheitssituation anbelangt. Zum Glück sind wir persönlich nicht davon (direkt) betroffen. Allerdings sind die Nachrichten erschreckend und beeinflussen natürlich auch unsere Stimmung.

Aber der Reihe nach.
Anfang Dezember wurde eine Bekannte Zeugin eines Mordanschlags, dem gleich 3 Personen zum Opfer fielen. Aus ihrem Wohnzimmerfenster beobachtete sie, wie zwei offensichtlich Jugendliche von ihrem Moped herab mit einer Maschinenpistole in ein Auto schossen und drei Insassen ermordeten. Die Waffe warfen sie anschließend weg.
Bei den Tätern handelte es sich um zwei Jugendliche unter 17 Jahren. Sie hatten jeder eine Glock 9mm dabei als sie gefasst wurden. Bei den Opfern handelte es sich – vermutlich – um irgendwie in Drogengeschäfte verwickelte Personen; die Opfer waren 17, 20 und 29 Jahre alt. In einem anderen Stadtteil gabe es an diesem Tag noch zwei weitere Morde und 8 durch Gewalttaten Verletzte.
Die Morde ereigneten sich in einem Stadtteil, von dem wir annahmen, dass er eigentliche „sicher“ sei. Wir selbst haben dort während der ersten beiden Wochen unseres Aufenthalts in Cali gelebt.
Inzwischen haben wir gelernt: es gibt keine sicheren Stadtteile.
Es ist recht einfach, vor allem Jugendliche oder Kinder mit Drogen und/oder Geld „anzufüttern“ und für Mordtaten anzuheuern. Es gibt hier Stadtteile, in denen vor allem Armut und Gewalt herrschen. Selbst die Polizei traut sich da kaum rein.

Wir wurden inzwischen von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass der Monat Dezember in Cali DER Monat des Verbrechens ist. So berichtete mir z.B. ein Mediziner aus dem größten Krankenhaus von der „Hauptgeschäftszeit“, in keinem anderen Monat würden so viele Opfer mit Schussverletzungen oder anderen Gewaltverletzungen eingeliefert wie im Dezember.
Die Lage ist recht komplex und nicht so einfach zu beschreiben. Um euch einen kleinen Einblick in die Geschehnisse seit Anfang Dezember zu geben, zitiere ich nachfolgend aus der Zeitungsberichterstattung.

Frei übersetzt und zitiert aus der Zeitung „El Pais

4.12.2012, Seite A8
Im Dezember werden zusätzlich 1300 Polizisten in Cali eingesetzt. Die Polizei empfiehlt bei der Abhebung größerer Summen Bargeld Begleitung durch autorisierte Personen (meint hier: Polizei, AS).
In diesem Jahr wurden bereits 30 Tonnen Kokain und 5,4 Tonnen Marihuana beschlagnahmt. Außerdem wurden 99 Drogenküchen entdeckt.

7.12.2012, Seite A8
Bis zum November gab es bereits 686 Tote bei Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden in Cali.

8.12.2012, Seite A5
– In Cali gibt es ca. 41.000 Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren (8,3% der Gesamtbevölkerung dieser Altersgruppe), die, nach Daten aus lokalen und nationalen Behörden, berufstätig sind.

– Die Behörden der Stadt Cali empfehlen keine Almosen zu geben, den Kindern nichts abzukaufen und sie nicht zu beschäftigen. Die Behörden verurteilen alle Arten der Ausbeutung.

11.12.2012, Seite A8
– Von Anfang Dezember bis zum 10.12. wurden in diesem Jahr bereits 53 Personen ermordet, zwei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am vergangenen Wochenende gab es insgesamt 20 Morde und 18 Verletzte. Im vergangenen Jahr wurden während des gesamten Monats Dezember 199 Personen ermordet.

(Ergänzung AS: Bis zum 23.12.2012 gab es insgesamt 1.728 Morde, das sind 1,4 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie in der Zeitung berichtet wird.)

– Eine Person tot und drei weitere verletzt war das Ergebnis eines Angriffs durch die Sechste Front der FARC gegen die Zivilbevölkerung des Dorfes Venadillo, Cauca.

21.12.2012
– In Tuluá (nördlich von Cali) wurden zwei Frauen im Alter von 23 und 27 Jahren mit 10 kg Marihuana verhaftet.
– Durch die sieben Morde in den vergangenen zwei Tagen stieg die Zahl der Menschen auf 105, die durch Gewalt bisher im Dezember in Cali getötet wurden.
(Es kommt bei den Morden häufiger zu „Kollateralschäden“; Taxifahrer, Passanten, andere unbeteiligte Personen)

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Nachfolgend noch einige Infos, deren Quellen mir im Moment nicht mehr vorliegen:

Schweres Busunglück
Am Wochenende 16.12. ereignete sich ein schweres Busunglück auf der Strecke von Bogotá nach Girardot mit 27 Toten und 15 Verletzten. Die Bremsen versagten. Der Bus war kurz vorher (angeblich) beim TÜV, jedenfalls wurden entsprechende Papiere vorgelegt. Die Unterlagen waren allerdings gefälscht.
Zur Info: In Kolumbien gab es im Jahr 2011 ca. 5.025 Verkehrstote, im gleichen Jahr in Deutschland ca. 3.900.

Major transportiert 56 kg Marihuana
Auf der Straße Jamundi-Cali (diese Strecke führt in unserer Nähe vorbei) wurde bei einer Polizeikontrolle ein Major des Militärs erwischt, der in seinem Auto 59 kg Marihuana transportierte. Die Fenster seines Fahrzeugs hatte er mit Uniformteilen verdeckt, damit man nicht so leicht in das innere des KFZ sehen konnte.
Es wurde festgestellt, dass gegen diesen Offizier bereits ein Verfahren wg. Mordes läuft. Er hatte vor einiger Zeit ein angebliches FARC Mitglied erschossen. Es stellte sich dann allerdings heraus, dass es sich bei dem Toten um einen „normalen“ Zivilisten handelte.
Anfang Dezember wurden in einer Herkules (Transportmaschine der Luftwaffe) ebenfalls größere Mengen Marihuana gefunden.

Informationen zur Weihnachtszeit in Kolumbien!

Mit Blick auf die Weihnachtszeit sind wir von offizieller Seite mit nachfolgenden Empfehlungen zur aktuellen Sicherheitslage versorgt worden:

Verhaltensempfehlungen zur persönlichen Sicherheit (………)

Die Weihnachtszeit rückt näher. Es werden Weihnachtseinkäufe getätigt, gesellige Veranstaltungen aufgesucht und mehr Geld „umgesetzt“ als in der übrigen Jahreszeit. Statistisch betrachtet kommt es während dieser Zeit zu einem deutlichen Anstieg der Allgemeinkriminalität. Insbesondere Eigentumsdelikte wie Raub oder Diebstahl nehmen in dieser Zeit zu. Für Kriminelle beginnt die Hochsaison.

Bitte beachten Sie:
Die Gefahr Opfer von Straftaten zu werden, lässt sich in Bogotá durch Ihr persönliches Sicherheitsverhalten deutlich reduzieren. Dieses Schreiben soll Ihnen einige Sicherheits- und Verhaltenshinweise in Erinnerung rufen, die Ihnen dabei helfen sollen, gesund und munter ins Neue Jahr zu kommen.

Bitte nehmen Sie sich für die Empfehlungen, auch wenn Ihnen das ein oder andere bekannt sein sollte, einige Minuten Zeit. Nur das regelmäßige Wiederholen von Sicherheitsempfehlungen gewährleistet, dass Sie diese in ihrem Alltag auch tatsächlich berücksichtigen und im Ernstfall richtig reagieren.

Empfehlungen für zu Hause

Ihre Wohnung sollte von außen nicht einsehbar sein. Vorhandenen Sichtschutz, z.B. Gardinen, Rollos etc. sollten Sie auch tagsüber nutzen. Häufig werden bei Wohnungseinbrüchen die Tatobjekte von den Tätern vor der Tat ausgekundschaftet. Sind Wertgegenstände (TV, Stereogerät, Computer, Vitrinen mit wertvollem Inhalt etc.) in ihrer Wohnung von außen sichtbar, könnte dies bei den Tätern „Appetit wecken“. Lassen Sie die Wachleute ihres Hauses auf keinen Fall in ihre Wohnung und gewähren Sie diesen von der Haustür aus keine Einblicke ins Innere. Die ehemaligen Wachleute des Conjuntos eines Botschaftsangehörigen, in dessen Nachbarwohnung im November 2011 eingebrochen wurde, stehen in Verdacht, als Mittäter der Einbrecher fungiert zu haben. Der Fall zeigt, dass Sie gegenüber den Sicherheitskräften Ihres Gebäudes freundlich aber zurückhaltend sein sollten.

Gewöhnen Sie sich an, unvergitterte Fenster nicht unnötig geöffnet zu haben.

Nutzen Sie auch tagsüber die Sicherheitsvorrichtungen Ihres Gebäudes (Aktivierung der Alarmanlage, Türverriegelungen, Bewegungsmelder etc.). Mir ist bekannt, dass vorhandene Sicherheitsvorkehrungen häufig aus Bequemlichkeit nicht genutzt werden. Gerade in Neubauten mit modernen Alarmsystemen neigen die Bewohner aufgrund der komplexen Bedienung der Geräte dazu, diese ausgeschaltet zu lassen. Falls Ihnen der Sachverhalt bekannt vorkommt: Beauftragen Sie einen Techniker, der die Programmierung für Sie vornimmt und ihnen die Handhabung erläutert. Die meisten Anlagen lassen sich so programmieren, dass diese auch nachts betrieben werden können. Um nachts unbeabsichtigte Fehlalarme von Ihrer Seite zu vermeiden, können Sie einen Nachtmodus nutzen – in diesem Modus werden einzelne Alarmsensoren, z.B. in Schlafzimmern, Fluren und Toiletten deaktiviert.

Überprüfen Sie ihre Facebookauftritte auf Bilder, die Ihren Wohnraum zeigen. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. Seien Sie sich bewußt, dass professionelle Täter Ihr Facebookprofil auch zur Informationsgewinnung über Sie nutzen können (Wohnort, Wohnungsaustattung, Alter und Aussehen der Kinder, Beziehungsstatus etc. – sprich: Persönlichkeitsprofile). Ihre zahlreichen Urlaubsfotos an immer verschiedenen Orten z.B. lassen den Schluss zu, dass es Ihnen finanziell gut geht. Posten Sie niemals Details zu bevorstehenden Ortsabwesenheiten, z.B. wie sehr Sie sich auf das verlängerte Wochenende mit der Familie in Villeta freuen.

Kleben Sie sich wichtige Telefonnummern unter ihren Telefonapparat oder seitlich daran. In der Hektik eines Notfalls haben Sie die Nummern dadurch immer sofort parat.

Weisen Sie ihr Hauspersonal regelmäßig auf die strikte Einhaltung Ihrer „Sicherheits-Spielregeln“ im Haus hin (Vorsicht beim Öffnen der Haustür, Distanz zum Wachpersonal, Schließen der Fenster und Vorhänge etc.).

Empfehlungen rund ums Auto

Verschließen Sie unmittelbar nach Fahrtantritt alle Türen und fahren Sie nicht mit offenem Fenster. Bei Überlandfahrten sollten Sie außerhalb von Ortschaften die Türen entriegelt haben, – bei Unfällen können dann die Türen von außen durch Jedermann geöffnet werden.

Halten Sie Ihre Familie, Freunde oder Kollegen über Ihre Fahrtpläne/Reiseabsichten unterrichtet. Für Fahrten außerhalb Bogotás gilt die Hausverfügung zur Ortsabwesenheit.

Im geparkten Auto sollten keine Wertgegenstände sichtbar sein (auch kein Radio).
Verstauen Sie Weihnachtseinkäufe immer im Kofferraum Ihres Fahrzeugs. Sollte Ihr Fahrzeug mit einer Laderaumabdeckung ausgestattet sein (Kombi oder Geländewagen), nutzen Sie diese!

Achten Sie auf mögliche Verfolger und ändern Sie im Verdachtsfall sofort Ihre Fahrtroute.

Meiden Sie abgelegene Fahrstrecken. Meiden Sie Nachtfahrten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt. Vermeiden Sie es, nachts an Kreuzungen anzuhalten. Fahren Sie nachts nach Möglichkeit nicht alleine. Nachts erhöht sich die Gefahr eines Überfalls.

Bei Überlandfahrten sollten Sie möglichst im Konvoi fahren. Dies erhöht Ihren Schutz; Sie haben in Notfällen Helfer und verfügen bei Autounfällen über Zeugen.

Beim Halten an Ampeln sollten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann halten, um ggf. einen Fluchtweg zu haben.

Vermeiden Sie nach Bankbesuchen Routinehandlungen, nutzen Sie z.B. wechselnde Fahrtrouten. Sie erschweren dadurch die Planung eines Überfalls. Vorsicht beim Geldabheben an Automaten: Freie Geldautomaten z.B. auf der Strasse, bei denen Sie sich zu Fuß entfernen oder bei denen Sie mit dem Auto vorfahren, sollten Sie nicht benutzen. Die Gefahr, im Anschluss an das Abheben von einem Täter verfolgt zu werden ist wesentlich größer als beim Geldabheben an Automaten in Einkaufszentren. Verlassen Sie nach dem Geldabheben das Einkaufszentrum mit dem Auto, hat der Täter Schwierigkeiten die Verfolgung aufrechtzuerhalten, weil er z.B. sein Motorrad ganz woanders geparkt hat. Ein Überfall unmittelbar nach dem Geldabheben ist in einem Einkaufszentrum für einen Täter aufgrund des vielen Sicherheitspersonals wesentlich risikoreicher als ein Überfall auf offener Strasse nach dem Abheben an einem Straßenautomaten.

Vermeiden Sie während des Wartens an der Ampel den Kontakt zu Bettlern oder Strassenverkäufern. Öffnen Sie das Fenster nicht und geben Sie sich völlig unbeteiligt.

Nutzen Sie nur registrierte Taxis (……….) oder Taxis von offiziellen Taxiständen. Werfen Sie vor dem Einsteigen in das Taxi einen Blick auf den Beifahrersitz. Meistens ist dieser nach vorne umgeklappt, damit der Fahrgast auf der Rückbank mehr Platz hat. In letzter Zeit häufen sich Überfälle auf Taxikunden, bei denen sich ein Mittäter im Fußraum unter dem nach vorne geklappten Vordersitz versteckt hält und sich erst nach Fahrtantritt zu erkennen gibt. Der Mittäter klappt den Beifahrersitz nach hinten und bedroht den Fahrgast mit einer Schusswaffe.

Benutzen Sie keine Taxis, die über eine Trennung zwischen Fahrer und Fahrgast verfügen (z.B. durch eine Glasscheibe). Aktuell sind Fälle bekannt, bei denen der Taxifahrer nach dem Einsteigen des Fahrgastes einen Mechanismus auslöste und dadurch eine Art Schlafgas in den Fahrgastraum eingeleitet wurde. Nach der Betäubung des Fahrgastes wird dieser durch den Taxifahrer ausgeraubt und ausserhalb des Stadtgebiets ausgesetzt.

Von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird uneingeschränkt abgeraten. Die Gefahr, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, ist im engen Gedränge öffentlicher Verkehrsmittel besonders groß.

Bewahren Sie Autoschlüssel, Haus- und Büroschlüssel getrennt voneinander auf. Sollten Sie gezwungen werden, Ihren Autoschlüssel herauszugeben, ist Ihre Wohnung/Büro nicht mitgefährdet. Führen Sie im Auto neben den üblichen technischen und Erste-Hilfe-Ausstattungen eine Taschenlampe/Stirnlampe mit. Haben Sie nachts eine Reifenpanne, erleichtert die Lichtquelle den Reifenwechsel und Sie sparen dadurch Zeit.

Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie Ihr Fahrzeug an öffentlichen Parkplätzen aufsuchen und entriegeln. Stellen Sie sicher, dass auf der anderen Fahrzeugseite kein Fremder zusteigen kann.

Wenn Sie im Stau stehen, achten Sie auf bettelnde Kinder. Oftmals gehören diese zu Diebesbanden und täuschen das Betteln nur vor. Die Kinder stellen zum Beispiel fest, ob sich im Fahrzeug Wertgegenstände befinden. Wenn ja, markieren die Kinder das Fahrzeug unbemerkt, z.B. durch das Aufkleben eines Kaugummis an der Fahrertür. An der nächten Ampel halten Mittäter nach den markierten Autos Ausschau und schlagen z.B. bei einem verriegelten Fahrzeug blitzschnell die Fensterscheibe ein, um an den Wertgegenstand zu gelangen. Handtaschen sollten daher immer unter dem Vordersitz deponiert werden. Das Aufbringen von getönten Folien für die Fensterscheiben hilft gegen diese Art von Überfällen. Die Folien wirken zugleich als Spitterschutz. Die Scheibe geht nicht zu Bruch und der Täter kann nicht in das Auto hineingreifen. Das Aufbringen der getönten Folien bietet jede größere Kfz-Werkstatt an.

Seien Sie bei Verkehrsunfällen besonders vorsichtig. Sie könnten fingiert sein, um Sie zum Anhalten zu bewegen.

Empfehlungen für unterwegs

Nehmen Sie auf Weihnachtsveranstaltungen keine Weihnachtsgebäcke, Süßigkeiten oder Getränke von Fremden an, da diese mit sog. K.o.-Tropfen oder ähnlich wirkenden Substanzen versetzt sein können. Täter nutzen die gesellige Weihnachtsmarktatmosphäre gezielt aus, um Ihnen als den gerade kennengelernten „neuen Bekannten“ präparierte Getränke oder Esswaren zu verabreichen. Lehnen Sie solche Angebote strikt ab. Auch Flyer, z.B. Werbeflyer für Weihnachtsgeschenke oder Restaurants, die auf der Straße verteilt werden, sollten Sie aufgrund der Gefahr einer K.o.-Tropfen-Präparierung auf keinen Fall annehmen.

Vermeiden Sie es, bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs zu sein. Fußgänger können nicht nur leichter Opfer von Überfällen, sondern auch von Entführungen werden.

Ermöglichen Sie fremden Personen niemals den Blick in Ihren Geldbeutel, z.B. beim bezahlen im Supermarkt.

Halten Sie einen Betrag in der Tasche bereit, den Sie im Falle eines Überfalls sofort herausgeben. Viele Täter begnügen sich mit dem Betrag und entfernen sich. Werden die Täter gestellt, geben Sie an, auf Nachfrage eine Spende erhalten zu haben. Geld, Kreditkarten und wichtige Ausweise sollten Sie nicht in einer Geldbörse, sondern unbedingt getrennt voneinander bei sich haben.

Überlegen Sie sich, bei welchen Dokumenten es ausreichend ist, sie nur als Kopie bei sich zu tragen.

Führen Sie Kreditkarten nur bei sich, wenn dies unbedingt notwendig ist. Wer sonntagmorgens Brot einkaufen geht, benötigt dafür keine Kreditkarten.

Tragen Sie keinen auffälligen Schmuck oder auffällige Uhren. Auch Modeschmuck oder Uhrenfälschungen können Diebe anlocken.

Verhaltensempfehlungen bei Überfällen

Leisten Sie keinen Widerstand und händigen Sie dem Täter bereitwillig alle Wertgegenstände aus. Bleiben Sie ruhig und provozieren Sie den Täter nicht. Täter sind i.d.R. ausschließlich an Geld und/oder Wertsachen interessiert (zumindest gilt dies für Bogotá). Im Falle von Wiederstandshandlungen bringen Sie den Täter aus dem Konzept – sein Tatplan wird gestört. Die Konsequenz ist für Sie unvorhersehbar, z.B. könnte der Täter durch seine Nervosität von der Schusswaffe Gebrauch machen. Beachten Sie, dass Ihnen der Täter immer überlegen sein wird (Täter sind Profis, wir sind Laien).

Halten Sie bei Überfällen keine Wertgegenstände zurück, z.B. indem Sie ihr Handy in der Hosentasche vor dem Täter verborgen halten. Im Zuge eines Überfalls durchsuchen Täter häufig ihre Opfer, dabei werden dann die Hosentaschen abgetastet. Findet der Täter einen Wertgegenstand bei Ihnen, obwohl er Sie zuvor zur Herausgabe aufgefordert hatte, könnte sich der Täter provoziert fühlen und sich dafür rächen wollen. Leben und Gesundheit sollten für Sie Priorität haben, Materielles lässt sich immer ersetzen.

Konzentrieren Sie sich im Falle eines Überfalls darauf, für den Täter ruhig, besonnen und kooperativ zu wirken.

Vom Führen von Waffen und/oder deren Verwendung wird dringend abgeraten. Das Tragen von Pfefferspray wird allgemein nur für sinnvoll erachtet, wenn der Träger das Spray z.B. in Stresssituationen auch sicher anwenden kann. Um sich mit dem Spray nicht selbst zu gefährden, ist ein regelmäßiges Training erfoderlich.

Impressionen Bogotá

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Panoramafoto - Erklärung der Menschenrechte
Panoramafoto – Erklärung der Menschenrechte
Erklärung der Menschenrechte
Erklärung der Menschenrechte

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Museo Fernando Botero
Museo Fernando Botero

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Patio im Museo Botero
Patio im Museo Botero
Patio im Museo Botero
Patio im Museo Botero

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Gasse im Stadtzentrum
Gasse im Stadtzentrum
Gasse im Stadtzentrum
Gasse im Stadtzentrum
Wappen des Präsidenten
Wappen des Präsidenten
Wache am Präsidentenpalast
Wache am Präsidentenpalast
Aus diesem Fenster floh der Nationalheld Simon Bolívar als ein Mordanschlag auf ihn verübt wurde
Aus diesem Fenster floh der Nationalheld Simon Bolívar als ein Mordanschlag auf ihn verübt wurde

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Kanone im Militärmuseum
Kanone im Militärmuseum

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Im Vordergrund eine Heidelberger Druckmaschine, im Hintergrund Werbung für das Militär
Im Vordergrund eine Heidelberger Druckmaschine, im Hintergrund Werbung für das Militär