Frohe Weihnachten ???

In den letzten Wochen war ich etwas schreibfaul, hübscher ausgedrückt: ich litt an einer Schreibhemmung (!).

Inzwischen hat sich hier in Cali etliches ereignet, vor allem was die allgemeine Sicherheitssituation anbelangt. Zum Glück sind wir persönlich nicht davon (direkt) betroffen. Allerdings sind die Nachrichten erschreckend und beeinflussen natürlich auch unsere Stimmung.

Aber der Reihe nach.
Anfang Dezember wurde eine Bekannte Zeugin eines Mordanschlags, dem gleich 3 Personen zum Opfer fielen. Aus ihrem Wohnzimmerfenster beobachtete sie, wie zwei offensichtlich Jugendliche von ihrem Moped herab mit einer Maschinenpistole in ein Auto schossen und drei Insassen ermordeten. Die Waffe warfen sie anschließend weg.
Bei den Tätern handelte es sich um zwei Jugendliche unter 17 Jahren. Sie hatten jeder eine Glock 9mm dabei als sie gefasst wurden. Bei den Opfern handelte es sich – vermutlich – um irgendwie in Drogengeschäfte verwickelte Personen; die Opfer waren 17, 20 und 29 Jahre alt. In einem anderen Stadtteil gabe es an diesem Tag noch zwei weitere Morde und 8 durch Gewalttaten Verletzte.
Die Morde ereigneten sich in einem Stadtteil, von dem wir annahmen, dass er eigentliche „sicher“ sei. Wir selbst haben dort während der ersten beiden Wochen unseres Aufenthalts in Cali gelebt.
Inzwischen haben wir gelernt: es gibt keine sicheren Stadtteile.
Es ist recht einfach, vor allem Jugendliche oder Kinder mit Drogen und/oder Geld „anzufüttern“ und für Mordtaten anzuheuern. Es gibt hier Stadtteile, in denen vor allem Armut und Gewalt herrschen. Selbst die Polizei traut sich da kaum rein.

Wir wurden inzwischen von verschiedenen Seiten darauf hingewiesen, dass der Monat Dezember in Cali DER Monat des Verbrechens ist. So berichtete mir z.B. ein Mediziner aus dem größten Krankenhaus von der „Hauptgeschäftszeit“, in keinem anderen Monat würden so viele Opfer mit Schussverletzungen oder anderen Gewaltverletzungen eingeliefert wie im Dezember.
Die Lage ist recht komplex und nicht so einfach zu beschreiben. Um euch einen kleinen Einblick in die Geschehnisse seit Anfang Dezember zu geben, zitiere ich nachfolgend aus der Zeitungsberichterstattung.

Frei übersetzt und zitiert aus der Zeitung „El Pais

4.12.2012, Seite A8
Im Dezember werden zusätzlich 1300 Polizisten in Cali eingesetzt. Die Polizei empfiehlt bei der Abhebung größerer Summen Bargeld Begleitung durch autorisierte Personen (meint hier: Polizei, AS).
In diesem Jahr wurden bereits 30 Tonnen Kokain und 5,4 Tonnen Marihuana beschlagnahmt. Außerdem wurden 99 Drogenküchen entdeckt.

7.12.2012, Seite A8
Bis zum November gab es bereits 686 Tote bei Auseinandersetzungen zwischen Drogenbanden in Cali.

8.12.2012, Seite A5
– In Cali gibt es ca. 41.000 Kinder im Alter zwischen 5 und 17 Jahren (8,3% der Gesamtbevölkerung dieser Altersgruppe), die, nach Daten aus lokalen und nationalen Behörden, berufstätig sind.

– Die Behörden der Stadt Cali empfehlen keine Almosen zu geben, den Kindern nichts abzukaufen und sie nicht zu beschäftigen. Die Behörden verurteilen alle Arten der Ausbeutung.

11.12.2012, Seite A8
– Von Anfang Dezember bis zum 10.12. wurden in diesem Jahr bereits 53 Personen ermordet, zwei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am vergangenen Wochenende gab es insgesamt 20 Morde und 18 Verletzte. Im vergangenen Jahr wurden während des gesamten Monats Dezember 199 Personen ermordet.

(Ergänzung AS: Bis zum 23.12.2012 gab es insgesamt 1.728 Morde, das sind 1,4 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie in der Zeitung berichtet wird.)

– Eine Person tot und drei weitere verletzt war das Ergebnis eines Angriffs durch die Sechste Front der FARC gegen die Zivilbevölkerung des Dorfes Venadillo, Cauca.

21.12.2012
– In Tuluá (nördlich von Cali) wurden zwei Frauen im Alter von 23 und 27 Jahren mit 10 kg Marihuana verhaftet.
– Durch die sieben Morde in den vergangenen zwei Tagen stieg die Zahl der Menschen auf 105, die durch Gewalt bisher im Dezember in Cali getötet wurden.
(Es kommt bei den Morden häufiger zu „Kollateralschäden“; Taxifahrer, Passanten, andere unbeteiligte Personen)

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Nachfolgend noch einige Infos, deren Quellen mir im Moment nicht mehr vorliegen:

Schweres Busunglück
Am Wochenende 16.12. ereignete sich ein schweres Busunglück auf der Strecke von Bogotá nach Girardot mit 27 Toten und 15 Verletzten. Die Bremsen versagten. Der Bus war kurz vorher (angeblich) beim TÜV, jedenfalls wurden entsprechende Papiere vorgelegt. Die Unterlagen waren allerdings gefälscht.
Zur Info: In Kolumbien gab es im Jahr 2011 ca. 5.025 Verkehrstote, im gleichen Jahr in Deutschland ca. 3.900.

Major transportiert 56 kg Marihuana
Auf der Straße Jamundi-Cali (diese Strecke führt in unserer Nähe vorbei) wurde bei einer Polizeikontrolle ein Major des Militärs erwischt, der in seinem Auto 59 kg Marihuana transportierte. Die Fenster seines Fahrzeugs hatte er mit Uniformteilen verdeckt, damit man nicht so leicht in das innere des KFZ sehen konnte.
Es wurde festgestellt, dass gegen diesen Offizier bereits ein Verfahren wg. Mordes läuft. Er hatte vor einiger Zeit ein angebliches FARC Mitglied erschossen. Es stellte sich dann allerdings heraus, dass es sich bei dem Toten um einen „normalen“ Zivilisten handelte.
Anfang Dezember wurden in einer Herkules (Transportmaschine der Luftwaffe) ebenfalls größere Mengen Marihuana gefunden.

Informationen zur Weihnachtszeit in Kolumbien!

Mit Blick auf die Weihnachtszeit sind wir von offizieller Seite mit nachfolgenden Empfehlungen zur aktuellen Sicherheitslage versorgt worden:

Verhaltensempfehlungen zur persönlichen Sicherheit (………)

Die Weihnachtszeit rückt näher. Es werden Weihnachtseinkäufe getätigt, gesellige Veranstaltungen aufgesucht und mehr Geld „umgesetzt“ als in der übrigen Jahreszeit. Statistisch betrachtet kommt es während dieser Zeit zu einem deutlichen Anstieg der Allgemeinkriminalität. Insbesondere Eigentumsdelikte wie Raub oder Diebstahl nehmen in dieser Zeit zu. Für Kriminelle beginnt die Hochsaison.

Bitte beachten Sie:
Die Gefahr Opfer von Straftaten zu werden, lässt sich in Bogotá durch Ihr persönliches Sicherheitsverhalten deutlich reduzieren. Dieses Schreiben soll Ihnen einige Sicherheits- und Verhaltenshinweise in Erinnerung rufen, die Ihnen dabei helfen sollen, gesund und munter ins Neue Jahr zu kommen.

Bitte nehmen Sie sich für die Empfehlungen, auch wenn Ihnen das ein oder andere bekannt sein sollte, einige Minuten Zeit. Nur das regelmäßige Wiederholen von Sicherheitsempfehlungen gewährleistet, dass Sie diese in ihrem Alltag auch tatsächlich berücksichtigen und im Ernstfall richtig reagieren.

Empfehlungen für zu Hause

Ihre Wohnung sollte von außen nicht einsehbar sein. Vorhandenen Sichtschutz, z.B. Gardinen, Rollos etc. sollten Sie auch tagsüber nutzen. Häufig werden bei Wohnungseinbrüchen die Tatobjekte von den Tätern vor der Tat ausgekundschaftet. Sind Wertgegenstände (TV, Stereogerät, Computer, Vitrinen mit wertvollem Inhalt etc.) in ihrer Wohnung von außen sichtbar, könnte dies bei den Tätern „Appetit wecken“. Lassen Sie die Wachleute ihres Hauses auf keinen Fall in ihre Wohnung und gewähren Sie diesen von der Haustür aus keine Einblicke ins Innere. Die ehemaligen Wachleute des Conjuntos eines Botschaftsangehörigen, in dessen Nachbarwohnung im November 2011 eingebrochen wurde, stehen in Verdacht, als Mittäter der Einbrecher fungiert zu haben. Der Fall zeigt, dass Sie gegenüber den Sicherheitskräften Ihres Gebäudes freundlich aber zurückhaltend sein sollten.

Gewöhnen Sie sich an, unvergitterte Fenster nicht unnötig geöffnet zu haben.

Nutzen Sie auch tagsüber die Sicherheitsvorrichtungen Ihres Gebäudes (Aktivierung der Alarmanlage, Türverriegelungen, Bewegungsmelder etc.). Mir ist bekannt, dass vorhandene Sicherheitsvorkehrungen häufig aus Bequemlichkeit nicht genutzt werden. Gerade in Neubauten mit modernen Alarmsystemen neigen die Bewohner aufgrund der komplexen Bedienung der Geräte dazu, diese ausgeschaltet zu lassen. Falls Ihnen der Sachverhalt bekannt vorkommt: Beauftragen Sie einen Techniker, der die Programmierung für Sie vornimmt und ihnen die Handhabung erläutert. Die meisten Anlagen lassen sich so programmieren, dass diese auch nachts betrieben werden können. Um nachts unbeabsichtigte Fehlalarme von Ihrer Seite zu vermeiden, können Sie einen Nachtmodus nutzen – in diesem Modus werden einzelne Alarmsensoren, z.B. in Schlafzimmern, Fluren und Toiletten deaktiviert.

Überprüfen Sie ihre Facebookauftritte auf Bilder, die Ihren Wohnraum zeigen. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. Seien Sie sich bewußt, dass professionelle Täter Ihr Facebookprofil auch zur Informationsgewinnung über Sie nutzen können (Wohnort, Wohnungsaustattung, Alter und Aussehen der Kinder, Beziehungsstatus etc. – sprich: Persönlichkeitsprofile). Ihre zahlreichen Urlaubsfotos an immer verschiedenen Orten z.B. lassen den Schluss zu, dass es Ihnen finanziell gut geht. Posten Sie niemals Details zu bevorstehenden Ortsabwesenheiten, z.B. wie sehr Sie sich auf das verlängerte Wochenende mit der Familie in Villeta freuen.

Kleben Sie sich wichtige Telefonnummern unter ihren Telefonapparat oder seitlich daran. In der Hektik eines Notfalls haben Sie die Nummern dadurch immer sofort parat.

Weisen Sie ihr Hauspersonal regelmäßig auf die strikte Einhaltung Ihrer „Sicherheits-Spielregeln“ im Haus hin (Vorsicht beim Öffnen der Haustür, Distanz zum Wachpersonal, Schließen der Fenster und Vorhänge etc.).

Empfehlungen rund ums Auto

Verschließen Sie unmittelbar nach Fahrtantritt alle Türen und fahren Sie nicht mit offenem Fenster. Bei Überlandfahrten sollten Sie außerhalb von Ortschaften die Türen entriegelt haben, – bei Unfällen können dann die Türen von außen durch Jedermann geöffnet werden.

Halten Sie Ihre Familie, Freunde oder Kollegen über Ihre Fahrtpläne/Reiseabsichten unterrichtet. Für Fahrten außerhalb Bogotás gilt die Hausverfügung zur Ortsabwesenheit.

Im geparkten Auto sollten keine Wertgegenstände sichtbar sein (auch kein Radio).
Verstauen Sie Weihnachtseinkäufe immer im Kofferraum Ihres Fahrzeugs. Sollte Ihr Fahrzeug mit einer Laderaumabdeckung ausgestattet sein (Kombi oder Geländewagen), nutzen Sie diese!

Achten Sie auf mögliche Verfolger und ändern Sie im Verdachtsfall sofort Ihre Fahrtroute.

Meiden Sie abgelegene Fahrstrecken. Meiden Sie Nachtfahrten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt. Vermeiden Sie es, nachts an Kreuzungen anzuhalten. Fahren Sie nachts nach Möglichkeit nicht alleine. Nachts erhöht sich die Gefahr eines Überfalls.

Bei Überlandfahrten sollten Sie möglichst im Konvoi fahren. Dies erhöht Ihren Schutz; Sie haben in Notfällen Helfer und verfügen bei Autounfällen über Zeugen.

Beim Halten an Ampeln sollten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann halten, um ggf. einen Fluchtweg zu haben.

Vermeiden Sie nach Bankbesuchen Routinehandlungen, nutzen Sie z.B. wechselnde Fahrtrouten. Sie erschweren dadurch die Planung eines Überfalls. Vorsicht beim Geldabheben an Automaten: Freie Geldautomaten z.B. auf der Strasse, bei denen Sie sich zu Fuß entfernen oder bei denen Sie mit dem Auto vorfahren, sollten Sie nicht benutzen. Die Gefahr, im Anschluss an das Abheben von einem Täter verfolgt zu werden ist wesentlich größer als beim Geldabheben an Automaten in Einkaufszentren. Verlassen Sie nach dem Geldabheben das Einkaufszentrum mit dem Auto, hat der Täter Schwierigkeiten die Verfolgung aufrechtzuerhalten, weil er z.B. sein Motorrad ganz woanders geparkt hat. Ein Überfall unmittelbar nach dem Geldabheben ist in einem Einkaufszentrum für einen Täter aufgrund des vielen Sicherheitspersonals wesentlich risikoreicher als ein Überfall auf offener Strasse nach dem Abheben an einem Straßenautomaten.

Vermeiden Sie während des Wartens an der Ampel den Kontakt zu Bettlern oder Strassenverkäufern. Öffnen Sie das Fenster nicht und geben Sie sich völlig unbeteiligt.

Nutzen Sie nur registrierte Taxis (……….) oder Taxis von offiziellen Taxiständen. Werfen Sie vor dem Einsteigen in das Taxi einen Blick auf den Beifahrersitz. Meistens ist dieser nach vorne umgeklappt, damit der Fahrgast auf der Rückbank mehr Platz hat. In letzter Zeit häufen sich Überfälle auf Taxikunden, bei denen sich ein Mittäter im Fußraum unter dem nach vorne geklappten Vordersitz versteckt hält und sich erst nach Fahrtantritt zu erkennen gibt. Der Mittäter klappt den Beifahrersitz nach hinten und bedroht den Fahrgast mit einer Schusswaffe.

Benutzen Sie keine Taxis, die über eine Trennung zwischen Fahrer und Fahrgast verfügen (z.B. durch eine Glasscheibe). Aktuell sind Fälle bekannt, bei denen der Taxifahrer nach dem Einsteigen des Fahrgastes einen Mechanismus auslöste und dadurch eine Art Schlafgas in den Fahrgastraum eingeleitet wurde. Nach der Betäubung des Fahrgastes wird dieser durch den Taxifahrer ausgeraubt und ausserhalb des Stadtgebiets ausgesetzt.

Von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird uneingeschränkt abgeraten. Die Gefahr, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, ist im engen Gedränge öffentlicher Verkehrsmittel besonders groß.

Bewahren Sie Autoschlüssel, Haus- und Büroschlüssel getrennt voneinander auf. Sollten Sie gezwungen werden, Ihren Autoschlüssel herauszugeben, ist Ihre Wohnung/Büro nicht mitgefährdet. Führen Sie im Auto neben den üblichen technischen und Erste-Hilfe-Ausstattungen eine Taschenlampe/Stirnlampe mit. Haben Sie nachts eine Reifenpanne, erleichtert die Lichtquelle den Reifenwechsel und Sie sparen dadurch Zeit.

Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie Ihr Fahrzeug an öffentlichen Parkplätzen aufsuchen und entriegeln. Stellen Sie sicher, dass auf der anderen Fahrzeugseite kein Fremder zusteigen kann.

Wenn Sie im Stau stehen, achten Sie auf bettelnde Kinder. Oftmals gehören diese zu Diebesbanden und täuschen das Betteln nur vor. Die Kinder stellen zum Beispiel fest, ob sich im Fahrzeug Wertgegenstände befinden. Wenn ja, markieren die Kinder das Fahrzeug unbemerkt, z.B. durch das Aufkleben eines Kaugummis an der Fahrertür. An der nächten Ampel halten Mittäter nach den markierten Autos Ausschau und schlagen z.B. bei einem verriegelten Fahrzeug blitzschnell die Fensterscheibe ein, um an den Wertgegenstand zu gelangen. Handtaschen sollten daher immer unter dem Vordersitz deponiert werden. Das Aufbringen von getönten Folien für die Fensterscheiben hilft gegen diese Art von Überfällen. Die Folien wirken zugleich als Spitterschutz. Die Scheibe geht nicht zu Bruch und der Täter kann nicht in das Auto hineingreifen. Das Aufbringen der getönten Folien bietet jede größere Kfz-Werkstatt an.

Seien Sie bei Verkehrsunfällen besonders vorsichtig. Sie könnten fingiert sein, um Sie zum Anhalten zu bewegen.

Empfehlungen für unterwegs

Nehmen Sie auf Weihnachtsveranstaltungen keine Weihnachtsgebäcke, Süßigkeiten oder Getränke von Fremden an, da diese mit sog. K.o.-Tropfen oder ähnlich wirkenden Substanzen versetzt sein können. Täter nutzen die gesellige Weihnachtsmarktatmosphäre gezielt aus, um Ihnen als den gerade kennengelernten „neuen Bekannten“ präparierte Getränke oder Esswaren zu verabreichen. Lehnen Sie solche Angebote strikt ab. Auch Flyer, z.B. Werbeflyer für Weihnachtsgeschenke oder Restaurants, die auf der Straße verteilt werden, sollten Sie aufgrund der Gefahr einer K.o.-Tropfen-Präparierung auf keinen Fall annehmen.

Vermeiden Sie es, bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs zu sein. Fußgänger können nicht nur leichter Opfer von Überfällen, sondern auch von Entführungen werden.

Ermöglichen Sie fremden Personen niemals den Blick in Ihren Geldbeutel, z.B. beim bezahlen im Supermarkt.

Halten Sie einen Betrag in der Tasche bereit, den Sie im Falle eines Überfalls sofort herausgeben. Viele Täter begnügen sich mit dem Betrag und entfernen sich. Werden die Täter gestellt, geben Sie an, auf Nachfrage eine Spende erhalten zu haben. Geld, Kreditkarten und wichtige Ausweise sollten Sie nicht in einer Geldbörse, sondern unbedingt getrennt voneinander bei sich haben.

Überlegen Sie sich, bei welchen Dokumenten es ausreichend ist, sie nur als Kopie bei sich zu tragen.

Führen Sie Kreditkarten nur bei sich, wenn dies unbedingt notwendig ist. Wer sonntagmorgens Brot einkaufen geht, benötigt dafür keine Kreditkarten.

Tragen Sie keinen auffälligen Schmuck oder auffällige Uhren. Auch Modeschmuck oder Uhrenfälschungen können Diebe anlocken.

Verhaltensempfehlungen bei Überfällen

Leisten Sie keinen Widerstand und händigen Sie dem Täter bereitwillig alle Wertgegenstände aus. Bleiben Sie ruhig und provozieren Sie den Täter nicht. Täter sind i.d.R. ausschließlich an Geld und/oder Wertsachen interessiert (zumindest gilt dies für Bogotá). Im Falle von Wiederstandshandlungen bringen Sie den Täter aus dem Konzept – sein Tatplan wird gestört. Die Konsequenz ist für Sie unvorhersehbar, z.B. könnte der Täter durch seine Nervosität von der Schusswaffe Gebrauch machen. Beachten Sie, dass Ihnen der Täter immer überlegen sein wird (Täter sind Profis, wir sind Laien).

Halten Sie bei Überfällen keine Wertgegenstände zurück, z.B. indem Sie ihr Handy in der Hosentasche vor dem Täter verborgen halten. Im Zuge eines Überfalls durchsuchen Täter häufig ihre Opfer, dabei werden dann die Hosentaschen abgetastet. Findet der Täter einen Wertgegenstand bei Ihnen, obwohl er Sie zuvor zur Herausgabe aufgefordert hatte, könnte sich der Täter provoziert fühlen und sich dafür rächen wollen. Leben und Gesundheit sollten für Sie Priorität haben, Materielles lässt sich immer ersetzen.

Konzentrieren Sie sich im Falle eines Überfalls darauf, für den Täter ruhig, besonnen und kooperativ zu wirken.

Vom Führen von Waffen und/oder deren Verwendung wird dringend abgeraten. Das Tragen von Pfefferspray wird allgemein nur für sinnvoll erachtet, wenn der Träger das Spray z.B. in Stresssituationen auch sicher anwenden kann. Um sich mit dem Spray nicht selbst zu gefährden, ist ein regelmäßiges Training erfoderlich.

Impressionen Bogotá

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Panoramafoto - Erklärung der Menschenrechte
Panoramafoto – Erklärung der Menschenrechte
Erklärung der Menschenrechte
Erklärung der Menschenrechte

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Museo Fernando Botero
Museo Fernando Botero

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Patio im Museo Botero
Patio im Museo Botero
Patio im Museo Botero
Patio im Museo Botero

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Gasse im Stadtzentrum
Gasse im Stadtzentrum
Gasse im Stadtzentrum
Gasse im Stadtzentrum
Wappen des Präsidenten
Wappen des Präsidenten
Wache am Präsidentenpalast
Wache am Präsidentenpalast
Aus diesem Fenster floh der Nationalheld Simon Bolívar als ein Mordanschlag auf ihn verübt wurde
Aus diesem Fenster floh der Nationalheld Simon Bolívar als ein Mordanschlag auf ihn verübt wurde

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Kanone im Militärmuseum
Kanone im Militärmuseum

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Im Vordergrund eine Heidelberger Druckmaschine, im Hintergrund Werbung für das Militär
Im Vordergrund eine Heidelberger Druckmaschine, im Hintergrund Werbung für das Militär

Bogotá – Wachablösung vor dem Präsidentenpalast

Zufällig konnten wir das Schauspiel der Wachablösung vor dem Präsidentenpalast in Bogotá beobachten. Sind das nicht Pickelhauben????
Übrigens….
Hier ein Zitat von Albert Einstein:
Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.

Danke Wolfgang.

Besuch in Bogotá

Seid Montagabend befinden wir uns in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens.
Bericht folgt.
Zunächst einige Fotos.

Der zentrale Platz der Republik, Plaza Bolívar im Stadviertel La Candelaria.

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Panoramafoto

Beliebt ist das Taubenfüttern, entsprechend sieht es auf dem Platz auch aus. Hat wohl vor allem mit meinem ganz persönlichen Empfinden zu tun. Fliegende Ratten um mich herum sind mir ziemlich zuwider.

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Das Denkmal des Befreiers, Simon Bolívar, ist leider etwas derangiert

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An der Nordostecke der Plaza befindet sich die „Casa del Florero“, das Museum des 20. Juli 1810. Der Ausgangspunkt des Befreiungskampfes gegen das spanische Mutterland. Ein hübsches koloniales Haus mit Holzgalerie und kleinem Innenhof.

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Blick aus dem Innenhof auf die Kathedrale

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Museo del Oro – Das Goldmuseum

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Neben den zahlreichen Goldexponaten gibt es noch weitere fantastische Fundstücke.

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Besuch in der Kaffeezone

Am Wochenende – der heutige Montag war ein Feiertag – unternahmen wir einen Ausflug in die Kaffeezone. Armenia, Pereira und das Thermalbad von Santa Rosa de Cabal.
Untergekommen waren wir in einer recht schönen Finca „El bosque del Saman„.

Die Hinfahrt ging recht schnell, so ca. 3 – 4 Stunden. Sehr gut ausgebaute, fast autobahnähnliche Strasse.

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Je mehr wir uns der Kaffeezone näherten desto grüner und hügeliger wurde die Landschaft. Die Häuser wurden zunehmend farbenprächtiger, es fehlten weitgehend die strombewehrten Stacheldrahtzäune und Wachpersonal. Diese Gegend gilt als eine der sichersten in Kolumbien. Dem Augenschein nach können wir das bestätigen.
Willis Jeeps gehören hier zum Straßenbild dazu.

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Sie werden als Fahrzeug und Lastesel für alles eingesetzt. Der Wettbewerb „Wie viel Menschen passen in und auf einen Willys?“ ist im Straßenbild nicht ungewöhnlich.

Am Sonntag besuchten wir die Termales de Santa Rosa.

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Hier kommt das Wasser mit ca. 70 Grad aus dem Berg, eine heiß-kalte Erfahrung! Nach der ersten Viertelstunde wurde uns leicht schummrig und zum Abschrecken stellten wir uns unter den Wasserfall. Wirklich sehr erfrischend!

Auf der Rückfahrt zu unserem Finca-Hotel besuchten wir Salento. Ein hübsches, kleines Dorf mit der typischen Architektur der Gegend. Ein absoluter touristischer Anziehungspunkt, mit vielen kleinen Kunstgewerbeläden, Restaurants, Kneipen mit Billardsalon und an diesem Wochenende absolut überlaufen.

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Auf der Rückfahrt sahen wir am Strassenrand folgende in Fels gehauene Skulpturen:

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Panoramafoto

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Änderung des Blog-Passwortes

Demnächst werden wir für das Passwort für unseren Blog ändern.
Wir informieren Euch rechtzeitig.

Falls wir jemanden vergessen sollten, oder der Zugriff aus irgend einem Grund nicht mehr funktioniert, dann schreibt uns bitte eine kurze Mail.

Besuch in Felidia – Valle del Cauca – Kolumbien

Am letzten Wochenende unternahmen wir gemeinsam mit einer seit vielen Jahrzehnten an der deutschen Schule tätigen Lehrerin und einem Kollegen Coras, der jetzt gemeinsam mit ihr in Cali angefangen hat, einen Ausflug in ein kleines Dorf, Felidia. Es befindet sich in den Bergen oberhalb Calis, auf dem Weg zur Hafenstadt Buenaventura.

In Felidia hatten wir Gelegenheit, ein kleines Privatmuseum mit indianischen Kunstgegenständen zu besuchen.
Beeindruckend die Formen und Farben. Bei etlichen der Gegenstände, die frühen Kulturen zuzuordnen sind, handelt es sich um Repliken.

Sobald man Cali verlässt und in die umliegenden Berge fährt, ändert sich das Klima. Die Luft wird spürbar besser und vor allem frischer. Von oben bietet sich jedes Mal ein phantastischer Ausblick ins Valle del Cauca und auf die Stadt Cali. (Weitere Fotos bei flickr)

Der Eingang ins Museum.

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Quemada – Verbrennung

Gelegentlich fühle ich mich ins Ruhrgebiet der 60-iger Jahre zurückversetzt. An manchen Tagen regnet es Rußpartikel vom Himmel.
Ursache sind die hier üblichen Verbrennungen von Laub, Ernteresten und Wald.
In aller Regel kann ich bei meinen Spaziergängen täglich von den Höhen aus mindestens 5-8 Brände gleichzeitig beobachten. Schon auf meiner allerersten Reise nach Südamerika 1979 konnte ich vom Flugzeug aus im Amazonasgebiet riesige Brände beobachten. Brandrodung ist immer noch weit verbreitet. 1999 erlebte ich tagelang dichten, beißenden Qualm über Santa Cruz, im Amazonas-Tiefland von Bolivien.

Was nicht passt, das wird verbrannt….

Hierzu eine kleine Geschichte, die ich kürzlich beobachten konnte:

Bei meiner morgendlichen „Hunderunde“ rund um die Condominios in unserer Nachbarschaft konnte ich beobachten, wie ein Bewohner eines der wirklich reichen, reichen Häuser dem selbsternannten Straßenfeger etwas Geld in die Hand drückte. Der Straßenreiniger ist ein älterer Mann, er wohnt offensichtlich in einer der „wilden“ (illegalen) Siedlungen flussaufwärts. Er bettelt auch schon mal gerne um Alkohol. Sein Broterwerb, oder vielmehr die Nische, die er für sich entdeckt hat, besteht darin, dass er deutlich sichtbar mit großem Aufwand in wahrer Sisyphusarbeit an der Straße rumfegt. Laub von links nach rechts oder umgekehrt…. Oder nach Auftrag die Pferdeäpfel aufklaubt und entsorgt. Dafür gibt es dann hin und wieder etwas Geld.

Jetzt aber zum Verbrennen. Wohin mit dem Laub? Natürlich an den Straßenrand ins Unterholz und anzünden. Direkt vor diesem reichen, reichen Wohnhaus kokelte also über viele Tage hinweg das Laub, mit einem wirklich barbarischen Gestank. Der Rauch und mit ihm der Gestank zog direkt von der Straße zum reichen, reichen Wohnhaus. Ich dachte, na ja, der wird sich schon beschweren. Nein, nichts dergleichen. Mich würde der Gestank zum Wahnsinn treiben! Störte die Bewohner aber offensichtlich nicht. Gehört vielleicht irgendwie dazu? Hier brennt es so oft und deutlich riechbar, dass es scheinbar keiner Aufregung wert ist.

Die Fotos auf dieser Seite, wie auch auf allen anderen, sind mit dem iPhone 4S aufgenommen. Panorama- oder Landschaftsfotos sind entsprechend von keiner guten Qualität.

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