Diese Fahrt von Huaraz aus dem Santa-Tal über die Cordillera Blanca bis nach Chavin de Huantar ist ein absolutes Highlight, was Strassenführung, Höhe und Berge anbelangt.
Zunächst verläuft die Strecke von Huaraz aus nach Norden bis sie dann nach Osten abbiegt um dann nach vielen Kehren und Windungen die Passhöhe bei 4.865 m zu erreichen. Das Tal, das ich für diese Route gewählt habe ist ein Parallel-Tal zu den Lagunas von Llanganuco – ab der Passhöhe mit einer besonders dramatischen Strecke hinab nach Chavin.
Kurz hinter Huaraz fährt man an Yungay vorbei, eine Stadt, die durch eine Eis- und Gerölllawine, die vom Huascaran herabstürzte im Mai 1970 vollständig zerstört wurde. Nahezu alle 19.000 Einwohner wurden getötet. Heute ist das Gelände der zerstören Stadt eine Gedenkstätte. Wenn man sich auf der Straße annähert, dann fährt man durch eine von mehr oder weniger riesigen Felsbrocken übersäte Landschaft, die Zerstörung, die diese Lawine anrichtete kann man immer noch sehr deutlich erkennen. Ebenfalls den Weg, den die Gerölllawine den Berg hinab nahm.
Das „alte“ Yungay, auf der Graphik ist der Weg der Gerölllawine markiertWie die Fahrtroute verlief, das seht ihr hier:
Strecke zum „Nachfliegen“ via Google-Earth Teil 2 (besonders empfehlenswert zum Nachfliegen)
Cordillera BlancaDenkmal zur Erinnerung an die zerstörte Stadt YungayGletscherPasshöhePassdurchfahrtToyota SumoUnterwegs
In der Nähe von Chavin de Huantar konnte ich beobachten, wie eine Dorfgemeinschaft die Grundmauern für ein neues Lehmziegelhaus stampfte. Der Bürgermeister erklärte mir, dass bei Ihnen jeder Dorfbewohner einen bestimmten Teil seiner Zeit für Gemeinschaftsarbeiten aufwendet. Das ist hier eine Selbstverständlichkeit. Grundlage hierfür ist das traditionelle „Ayllu-System“. Ein System, das es bereits in der Vor-Inka-Zeit gab und offensichtlich in vielen Bergregionen immer noch die Grundlage des Sozialsystems ist.
Jedenfalls hier konnte ich beobachten wie Frauen, Männer und Kinder gemeinsam, jeder nach seinen Fähigkeiten, an der Errichtung eines Hauses arbeiteten.
Hier werden die Grundmauern eines Hauses aus einer Mischung von Lehm und Stroh und kleinen Steinen gestampft. Die Mauern sind zunächst feucht und werden durch die Sonneneinstrahlung ausgetrocknet.Die Grundmauern werden gestampft.HausbauDie Dorfgemeinschaft bei der ArbeitDie Dorfgemeinschaft bei der ArbeitLammbetreuungAdobe-HäuserEisenwarenhandlung „Wolfgang“
Die heutige Fahrt soll zunächst über die Panamericana nach Süden bis ungefähr zur Stadt Chimbote führen, dort links – nach Osten – abbiegen und durch ein immer enger und schmaler werdendes Tal (Cañon del Pato) über die Cordillera Negra hinauf in das Santa-Tal zur Cordillera Blanca führen. Ziel soll möglichst Huaraz, die wichtigste Stadt im Santa-Tal sein.
Über die Strecke konnte ich in Erfahrung bringen, dass die ersten ca. 30 km in die Sierra hinein noch asphaltiert sind, aber dann beginnt die Schotterpiste; diese soll durch eine sehr schmale Schlucht mit vielen, vielen Tunneln schließlich über die Sierra hinweg in den Callejón de Huaylas führen. Dann also los, das ist genau das was mir gefällt…..
Huaraz und die Umgebung sind besonders beliebt bei Bergsteigern, Trekkern und Wanderern. Dort befindet sich auch der Huascaran, der mit 6.768 m höchste Berg Perus.
Zunächst also durch die Küstenwüste bis zum Abzweig nördlich von Chimbote.
Landschaft an der PanamericanaLandschaft an der PanamericanaDer erste Tunnel – hinein in die Cordillera NegraBastmatten- und Lehmziegelhütten am StraßenrandPastores – SchafhirtenCordillera NegraCañon del PatoDie Polizei wünscht Gute Reise und hofft auf eine baldige Wiederkehr!Eine der zahlreichen BrückenKleine Kapelle am WegesrandFriedhof…noch eine KapelleDie Schlucht wird immer engerGrandioser HimmelEiner der zahlreichen Tunnel…und noch ein Tunnel!…immer enger!KohlenmineKohlenmineKohlenmineGegenverkehr im TunnelIn den Hang gegrabenLinienbusEs wird langsam dunkelEines der wenigen anderen Fahrzeuge auf der Strecke––Nicht mehr weit bis Caraz im Santa-Tal. Bis Huaraz werde ich es heute nicht mehr schaffen.Blick aus dem Hotelzimmer auf die Hauptstrasse in CarazEin kleiner Abendspaziergang im Zentrum
Diese Strecke war wirklich großartig!!! Von der Pazifikküste durch ein zu Anfang noch breites und grünes Tal hinauf in die Cordillera Negra, in ein immer enger werdendes Tal mit zahlreichen Brücken, Tunneln, Wasserfällen und Schluchten bis zum Santa-Tal nach Caraz. Von dort konnte ich am Abend noch die Gletscher und Schneehänge der Cordillera Blanca sehen.
Eine anstrengende Tour über eine größtenteils unbefestigte Straße, zahlreiche, endlos erscheinende Kurven und Tunnel, von der fruchtbaren Taloase am Pazifik durch die kargen Berge in ein Hochtal, das durch 6.000 m hohe Berge begrenzt wird. Einfach super!
Blick auf den Huascaran, den höchsten Berg Perus.Von der Pazifikküste zu den Gletschern im Santa-Tal
Ja, schon wieder Pyramiden. Die Huaca de la Luna ist in Teilen recht gut erhalten und weist einige farbenprächtige Wandmalereien auf. Sie liegt direkt an einem Berghang, von dem aus man weit bis zur Pazifikküste und bis zum modernen Trujillo sehen kann. In ca. 500 m Entfernung befindet sich die zweite Pyramide, die Huaca del Sol. Auf der Ebene zwischen den beiden Pyramiden soll sich einst die Ansiedlung ( Stadt) befunden haben.
Am Eingang zur Huaca de la Luna befindet sich ein kleines, recht informatives Museum, von dem aus man mit Führern die Pyramide besichtigen kann. Wer sich für weitere Details interessiert, kann hier Informationen im PDF-Format herunterladen.
Sehr touristengerecht am Eingang lag ein „Peruanischer Nackthund„. Ein meiner Meinung nach absolut hässliches Tier. Aber urteilt selbst:
Peruanischer Nackthund Bitte die Haarbüschel beachten!!!Peruanischer NackthundPeruanischer NackthundPeruanischer NackthundMuseum bei der Huaca de la Luna
Nach den Pyramiden von Sipán sind dies zwei weitere Pyramiden, dieses Mal aus der Zeit der Moche-Kultur. Die beiden Pyramiden – die Sonnen- und die Mondpyramide – liegen sich in einem Luftlinienabstand von ca. 500 m gegenüber. Die Huaca de la Luna befindet sich am unteren Teil eines aus der Ebene herausragenden kahlen Bergrückens.
Diese Pyramide ist, obwohl sie die kleinere von beiden ist, die für den Besucher interessantere. Dort befindet sich ein kleines recht informatives Museum. Von dort aus kann man dann, geführt oder auch solo, die Pyramide besichtigen. Als ich vor den Mauern der Pyramide stand, war ich vor allem durch die Größe und die Farbenpracht der Wandmalereien beeindruckt.
Eine farbig ausgestaltete BegrenzungsmauerWandmalereiDetail einer WandDetail einer WandBlick auf das Museum am Fuß der MondpyramideFarbiger Mauerrest
Am oberen Rand der Pyramide ist zur Seeseite hin – der Pazifik liegt ca. 3-4 km Luftlinie entfernt – eine Schutzmauer gegen den hier doch recht strammen und kühlen Wind errichtet worden. Wie notwendig diese Mauer ist, verspürt man sobald man ungeschützt dem Wind ausgesetzt ist. Obwohl es hier im Prinzip sehr heiß ist und die Sonne erbarmungslos brennt, ist der Wind ziemlich kalt. Ausserdem wird durch den immerwährenden Wind die Erosion vorangetrieben.
Alles in allem sind diese Pyramiden auf jeden Fall einen Besuch wert!
Falls ihr den heutigen Tagesverlauf einmal virtuell nachfliegen wollt, dann solltet ihr die Streckenübersicht in Google-Earth öffnen. Die entsprechende KMZ-Datei findet Ihrhier. Wenn ihr sie geladen habt, dann solltet ihr in etwa folgendes auf eurem Bildschirm sehen:
Google-Flight, Track zum Nachfliegen. So in etwa sollte der Bildschirm bei Google-Flight aussehen.So in etwa sieht es an der Panamericana über viele hundert Kilometer aus
Die Panamericana ist recht gut ausgebaut, durchgehend asphaltiert, mit ausreichend Tankstellen versehen und über weite Strecken ziemlich eintönig. Erschreckend ist vor allem der unendliche Müll am Straßenrand; die Landschaft ist oft, so weit wie man sehen kann, zugemüllt. Meistens erkennt man schon an den zunehmenden Müllbergen, dass man sich einer Siedlung nähert. Da bleibt nicht viel übrig vom Reiz Südamerikas und der Wüstenlandschaft…..
Müll an der PanamericanaMüll an der PanamericanaMüll an der PanamericanaAn derPanamericana110 km bis Trujillo – voraussichtlich noch 2 FahrtstundenAbzweig nach nach Westen in die Anden. In Cajamarca wurde der Inkaherrscher Atahualpa gefangen genommen.Sieht auch nicht besser aus als die anderen Dörfer….Christus kommt bald…hierher???Kleine Kirche am StraßenrandIglesia San José
…und endlich, kurz vor Trujillo – Chan-Chan!
Direkt neben der Panamericana erstreckt sich ein riesiges Gelände aus Adobe-Mauern. Zunächst, aus der Ferne betrachtet, erkennt man nicht wirklich um was es sich bei den zahlreichen Hügeln und Mauerresten handeln könnte.
Wegen des Lehmziegel-Materials ist es mehr oder weniger gleichförmig in die Umgebung von Schutt, Steinen, Felsen und Sand eingebettet. Wenn man dann allerdings in das Gelände hineingeht oder fährt, erkennt man plötzlich, dass es sich bei den Hügeln um Reste riesiger Maueranlagen handelt……
Eine Adobe-Mauer in Chan-ChanEine Adobe-Mauer in Chan-ChanAdobe-Mauern in Chan-ChanAdobe-Mauern in Chan-Chan
Ziel dieser Tagesetappe waren die Pyramiden von Sipán. Wenn wir die Worte Pizarro, Peru , Konquistador, Südamerika hören verbinden wir damit meist automatisch die Begriffe Inka, Inkareich und vielleicht noch Macchu Picchu. Tatsächlich jedoch war die Inka-Kultur nur die letzte von zahlreichen Hochkulturen in diesem Bereich Südamerikas.
Von der Eroberung des Inkareiches wissen wir vor allem wegen der zahlreichen Schriftquellen, die aus der spanischen Zeit vorliegen. Vermutlich kannten die Inkas keine Schrift, wenn man von den Knotenschnüren (Quipus) einmal absieht, die bislang noch nicht wirklich entschlüsselt werden konnten. Vermutlich dienten diese als eine Art buchhalterische Aufzeichnung von Beständen in den zahlreich angelegten Vorratsspeichern. Diese Schnüre wurden zudem leider als „Teufelszeug“ vor allem durch katholische Priester verbrannt (Übrigens wurde in spanischen Gelehrtenkreisen der damaligen Zeit eine Diskussion darüber geführt, ob man die Indios überhaupt als Menschen betrachten sollte…).
Neben der Inkakultur gab es eine Vielzahl unterschiedlichster Hochkulturen, deren großartige Zeugnisse zum Teil erst in den letzten Jahrzehnten entdeckt und erforscht wurden. Da die Gebäude fast ausschließlich aus Adobe-Material (Lehmziegel) errichtet wurden, welches im Laufe der Jahrhunderte oder Jahrtausende aufgrund der Witterungsbedingungen abgetragen wurde, kann man heute an manchen Stellen leider nur noch die ehemalige Größe der Städt staunend erahnen. So hatte z.B. die Stadt Chan-Chan (um 1300) vermutlich bis zu 100.000 Einwohner.
Zur Geographie der südamerikanischen Pazifikküste als Grundlage für die Bildung von Kulturräumen:
Ungefähr von Tumbes (peruanisch/ecuadorianische Grenze) bis ungefähr La Serena ca. 400-500 km nördlich von Santiago de Chile, erstreckt sich über ca. 4.000 Kilometer von Nord nach Süd eine Küstenwüste, die an manchen Stellen höchstens 30-40 Kilometer breit ist.
In der Sechura-WüsteIn der Sechura-WüsteIn der Sechura-WüsteIn der Sechura-WüstePanoramafotoIn der Sechura-WüstePanoramafotoIn der Sechura-WüsteIn der Sechura-WüsteIn der Sechura-WüsteIn der Sechura-Wüste…schaut auf den Müll am Straßenrand! So – und noch viel schlimmer – sieht es entlang der gesamten Strecke aus!Trujillo in PeruBlick in ein fruchtbares Tal
Diese Küstenwüste, die einige der trockensten Wüsten der Erde beinhaltet (Atacama, Sechura), ist durchbrochen von sogenannten Quebradas (Täler oder Schluchten), die aus den Anden herunter von West nach Ost zum Pazifik führen. Diese Schluchten führen teils Wasser, teils auch nur saisonal Wasser, oder sind Trockenschluchten mit unterirdisch wasserführenden Schichten, oder vollkommen trocken.
Jedenfalls bieten diese wasserführenden Schluchten oder Täler Gelegenheit zur Herausbildung von Siedlungen und Hochkulturen. Wie mit dem Lineal scharf gezeichnet ist die Linie zwischen Wüste und Anbaufläche. Mich fasziniert immer wieder dieser Anblick zwischen lebensfeindlicher Wüste und Obst- und Getreideplantagen direkt nebeneinander….. Vielleicht wie in Ägypten am Nil (das habe ich noch nicht gesehen, stelle es mir aber so in etwa vor).
In einzelnen dieser Kulturregionen gibt es Anlagen zum Wassertransport aus den Anden, die zum Teil noch bis in die jüngste Gegenwart in Gebrauch waren.
Zuckerrohr-LKWsZuckerrohr-LKWMuseum bei den Pyramiden von Sipán…das „Alte Peru“WandreliefBronze mit Gold überzogenWunderschöne TöpferwarenGrab mit BeigabenKeramikfigurSchmuckstückBlick auf eine der Pyramiden von SipánAdobe-PyramideTatsächlich aus Lehmziegeln errichtet. Hier kann man deutlich die Witterungseinflüsse erkennenBlick auf eine PyramideEine fruchtbare EbeneEin heutiger Bewohner einer PyramideEin heutiger Bewohner einer PyramideEin heutiger Bewohner einer Pyramide – Das ist Tarnung!Hier übernachtete ichEine einfache Unterkunft…mit Garage
wie Sie wissen, finden seit dem 19. August 2013 landesweite Streiks mehrerer Berufsgruppen, unter anderem der Landwirte, Bergarbeiter, Kaffeebauern und Lkw-Fahrer, statt. In einigen Großstädten schließen sich Studenten der öffentlichen Universitäten den Demonstrationen an. Die Proteste erfuhren am 29. August 2013 einen gewaltsamen Höhepunkt. Das öffentliche Leben stand in einigen größeren Städten des Landes still; der Verkehr auf Überlandstraßen war stark beeinträchtigt, vielerorts völlig blockiert. Nach Medieninformationen gab es in Bogotá zwei Tote und 150 Verletzte. Auch wenn sich die Lage weitestgehend entspannt hat, ist nicht vorhersehbar, wie sie sich am Wochenende entwickeln wird. Präsident Santos kündigte heute an, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit 50.000 Soldaten auf die Strasse zu entsenden. Ein Großteil davon wird nach Polizeiangaben in Bogotá und in Tunja (Boyaca) zum Einsatz kommen. Das Auswärtige Amt empfiehlt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Kolumbien, bis zu einer vollständigen Lageentspannung von nicht zwingend erforderlichen Überlandfahrten abzusehen.
Aufgrund der Geschehnisse empfiehlt die Botschaft Ihnen für die kommenden Tage, insbesondere das bevorstehende Wochenende, das Stadtgebiet Bogotás nicht zu verlassen. Darüber hinaus sollte der Süden der Stadt, das Stadtzentrum (Altstadt) und das an Bogotá angrenzende Soacha unbedingt gemieden werden.
Der letzte Abschnitt dieser Strecke durch die Berge bis zum Grenzübergang bei Macará war noch mal so richtig kurvenreich, das änderte sich dann sehr schnell sobald die Grenze überschritten war.
Grenzübergang MacaráLandschaft im Süden EcuadorsLandschaft im Süden EcuadorsLandschaft im Süden Ecuadors
Von dort aus bis zur Küste verändert sich das Landschaftsbild von grünen, imposanten Bergen und Tälern hin zu einer kargen, trockenen Wüstenlandschaft. Sobald man die Abhänge der Anden verlassen hat gelangt man in die Sechura-Wüste, gemeinsam mit der Atacama-Wüste im Norden Chiles eine der trockensten Wüsten der Welt.
Kontrollposten auf der peruanischen Seite irgendwo hinter der GrenzeIn der Sechura-WüsteStraßenlokalOrtseinfahrtHütten am WegesrandHütten am Wegesrand
Zentrale Stadt dieser Region ist Piura, der wichtigste Hafen ist Paita.
PaitaKüste bei PaitaFischerboote im Hafen Paita
TaxiDie arme Sau…TaxistandWillkommen in PaitaFrühstück im HafenFeuerwehrwagenFeuerwehrwagenFischerboote im Hafen PaitaSchiffstransportHafenmole Paita
Da der Hafen Paita ziemlich heruntergekommen, verstunken und laut ist fuhr ich in einen kleinen „Badeort“ etwas ausserhalb des Hafens um dort eine Unterkunft zu suchen. Da jetzt Nebensaison ist, also keine Surfer oder sonstigen Badegäste die Gegend bevölkern, war das Dorf so ziemlich ausgestorben und so gut wie sämtliche Unterkünfte geschlossen.
Nach längerer Suche fand ich aber doch noch ein Zimmer.
Colán, Badeort bei PaitaColán, Badeort bei PaitaSonnenuntergang am PazifikDelphine bei Colán
Diese Strecke – insgesmt ca. 250 km – führte über eine phantastisch ausgebaute Straße über Loja bis nach Catamayo einige Stunden vor dem Grenzübergang nach Peru.
Die Straße führte durch eine großartige Landschaft, immer wieder über kühle, manchmal auch leicht regennasse, Höhenzüge hinab in wunderschöne grüne Täler, gesprenkelt mit kleinen, gepflegten Dörfern. Eine sehr ruhige Strecke, mit sehr wenig Verkehr.
Landschaft im Süden EcuadorsLandschaft im Süden EcuadorsLandschaft im Süden Ecuadors
Obwohl die Straße ausgezeichnet ausgebaut ist, kommt man dennoch wegen der extrem kurvenreichen Strecke nur recht langsam voran. Immer wieder schraubt sich die Straße die Berge hinauf und in scheinbar endlosen Kurven hinunter, nur um dann gleich wieder auf die Höhe zu führen. Etwas anstrengend und zeitraubend….
In Loja angekommen mußte ich eine Werkstatt aufsuchen. Bei jedem Bremsvorgang vibrierte und flackerte das Lenkrad. Spur einstellen und Vorderräder auswuchten. Schnell gemacht und kein großes Problem.
Der Werkstattaufenthalt kostete dann doch etwas mehr Zeit als erwartet. Das heutige Ziel – der Grenzübergang – konnte leider nicht mehr erreicht werden. Da in der Dunkelheit fahren eher ein leicht selbstmörderisches Unterfangen ist, brach ich kurz nach Einbruch der Dämmerung in dem kleinen Ort Catamayo die Fahrt ab. Von dort aus sollte es dann am frühen Morgen weitergehen. Möglichst bis zur Pazifikküste in Peru.
Spurvermessung – Werkstatt in LojaWerkstatt in LojaWerkstatt in LojaSpurvermessung – Werkstatt in Loja
Auf Cuenca war ich ganz besonders gespannt. Eine Stadt mit ca. 300.000 Einwohnern und einer sehr schönen Altstadt im Kolonialstil, Weltkulturerbe der UNESCO seit 1999.
Das Album dieses Reisetages – 20.06.2013 – befindet sich hier: